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Anschlussprobleme mit altem Flachbettscanner

Anonym
2020-03-27T17:49:48+00:00

Hallo,

ich hatte das Problem, dass mir eines der letzten Updates meinen Scanner lahmgelegt hatte. Wenn ich im Betreff schreibe "alt", meine ich so richtig alt - es handelt sich um einen rund 20 Jahre alten Microtek ScanMaker 6600. Wenn jetzt manche die Nase rümpfen

  • technisch ist das Gerät kam schlechter als die aktuellen Canon-Modelle, für meine Bedürfnisse reicht es völlig. Die Scansoftware "ScanWizard" beinhaltet den TWAIN-Treiber, wurde noch unter XP entwickelt und hat das letzte Update 2012 erfahren, der Scannertreiber selbst stammt noch aus 2007. Zudem wurde mir der Scanner zuletzt nicht mehr als Microtek angezeigt, sondern als "USB Scanner 3200", wobei die Zahl wohl die optische Auflösung sein dürfte. Seitdem wurde der Scanner durch die Software nicht mehr erkannt - die Software selber lief ansonsten anstandslos, meldete zuletzt einen nicht angeschlossenen Scanner.

Nachdem ich nach längerer Google-Suche das Problem auf das SMB-Protokoll eingrenzen konnte - ältere Scanner brauchen SMB - bin ich auch auf  die Windows-Features gestoßen, die ich zuvor gar nicht kannte. Der einzige Eintrag in den Features war "SMB direkt", nachdem ich das aktiviert und die Scansoftware neu installiert hatte, funktioniert der Scanner wieder einwandfrei. Jetzt werden sich einige wahrscheinlich fragen: Warum postet der denn, wenn das Problem doch gelöst ist. Ich befürchte nämlich, es ist nicht gelöst, sondern nur verschoben - bis Microsoft es schafft, die alte 32bit-Scansoftware außer Gefecht zu setzen. Diese dient nicht nur zur Bedienung des Scanners, sondern beinhaltet bei Microtek auch den eigentlichen TWAIN-Treiber - ist also unverzichtbar.

Denn der Hammer kommt jetzt. Nachdem ich die Software zuerst de-und anschließend wieder neu installiert hatte und das nicht half, habe ich nach anschließender erneuter Deinstallation den Scanner neu installiert. Interessanterweise funktionierte da plötzlich die Windows-eigene Scan App, und da diese nur das WIA-Protokoll versteht, der nächste Versuch mit dem Programm "NAPS2". Vuescan kenne ich übrigens auch, allerdings unterstützt das den Scanner nicht nativ, wäre also ebenso auf den Scan Wizard angewiesen, und zudem steht der Preis in keinem Verhältnis zur Leistung - für die Kosten der Pro-Version bekomme ich auch einen nagelneuen Scanner. Also in NAPS2 den Scanner über WIA eingerichtet, lief einwandfrei. Bis zum nächsten Neustart, am nächsten Tag wurde der Scanner nicht mehr gefunden. Eine erneute Neuinstallation des Scanner lieferte das gleiche Ergebnis: Anfangs lief alles tadellos, am nächsten Tag nichts mehr. Dann nach der Aktivierung von SMB direkt das gleiche Spiel - direkt danach lief der Scanner wie ein junger Gott, am nächsten Tag war er in Windows nicht mehr auffindbar. Also, auf die Dauer wurde das dann doch ziemlich langweilig.

Aber damit gebe ich mich nicht zufrieden. Wenn mir jemand das Phänomen erklären kann, wie ein Scanner, der lange vor der Einführung des WIA-Protolls gebaut wurde, dieses anscheinend auf Anhieb versteht, dann wären wir schon einmal auf gutem Weg. Wenn dann noch geklärt wird, wie sich der Scanner zumindest mittels eines Workarounds dauerhaft unter WIA betreiben ließe, wäre das Ziel erreicht. Denn das eigentliche Problem besteht ja darin, dass der Scanner durch das OS nicht gefunden wird - nicht darin, dass der Treiber nicht funktionieren würde. Danach stehen die Chancen vielleicht nicht so schlecht, das Gerät noch etliche weitere Jahre unter Windows 10 zu betreiben. Ich bin übrigens im Insider-Programm auf dem Slow Ring,  aktuelle Version 2004, Build 19041.153, Windows 10 Pro x64.

So, und jetzt sind die Experten gefragt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, das eine etwaige Lösung des Problem auch für die Windows-Entwickler selber von Interesse sein könnte. Eine bessere Hardwareerkennung in Windows kann eigentlich nicht schaden.

Windows für Zuhause | Windows 10 | Geräte und Treiber

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13 Antworten

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  1. Ingo Böttcher 158.1K Zuverlässigkeitspunkte
    2020-03-27T21:19:35+00:00

    Also, der Zusammenhang zwischen Scannen und SMB - was in der Tat ein (veraltetes) Netzwerkprotokoll ist - wird unter anderem hier erläutert: https://www.borncity.com/blog/2018/06/04/windows-10-scanner-macht-probleme-nach-update/ . Nur dass die dort gezeigten Einstellungen in den Features sich auf eine ältere Windows 10-Version beziehen - in der aktuellen Version gibt es dort nur noch das "SMB direkt". Und nicht ich habe es deaktiviert - das war Microsoft. Als sie vor kurzem die Lücke in SMB gepatcht hatten.

    Nein, es gibt keinerlei Zusammenhang. Der Artikel - bzw. korrekter der Absatz, der mit SMB zu tun hat - bezieht sich dort überhaupt nicht auf lokal angeschlossene Scanner, sondern auf Netzwerkgeräte, die ihre Scans per SMB auf einen Netzwerkshare ablegen.

    Viele davon beherrschen nur das tatsächlich veraltete SMB v1, welches Windows standardmäßig nicht mehr verwendet und was man manuell aktivieren kann. Auch in den allerneusten Previews der irgendwann kommenden Windows 10 Version geht das noch.

    SMB als solches ist keineswegs veraltet, sondern das aktuell für Windows-Netzwerke genutzte Protokoll, nur halt SMB 3.x. 

    Also wie schon vermutet: nein, mit SMB hat dein Problem rein gar nichts zu tun. Mit SMB Direct erst recht nicht. Vergiss das bitte ganz schnell, das führt dich nicht weiter. 

    Vermutlich hat eher der danach notwendige Neustart das Problem kurzzeitig behoben. 

    Du könntest daher eher mal den Schnellstartmodus in den Energiesparoptionen deaktivieren. Möglicherweise geht der alte Treiber dann auch nicht nur nach einem Neustart. 

    Der Treiberanbieter heißt "Microtek", nicht Microsoft. Würde der Treiber von Microsoft stammen, stünde als Treiberanbieter dort auch "Microsoft". Der Treiber als solches verwendet auch Komponenten des Systems selber, die usbscan.sys ist generisch. Allerdings die dort genannte DLL ist es nicht. Und darin dürfte die scannerspezifische Ansteuerung stecken. Die usbscan.sys ist nur das generische Interface, auf das Windows zugreift.

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  2. Anonym
    2020-03-28T00:52:06+00:00

    Ich hatte vor Ewigkeiten ebenfalls einen Microtek-Scanner. Typ weiß ich nicht mehr, dürfte ähnlich alt gewesen sein und hat nach einem Umzug keine neue Bleibe gefunden.

    Bei meinem war es schon unter XP ein Trauerspiel, das Gerät zum Laufen zu bewegen. Der für XP gelieferte Treiber war der Letzte und er war als Beta deklariert - Alpha hätte es besser zum Ausdruck gebracht.

    Der hat jedenfalls damals schon genauso rumgezickt, da der Treiber nicht signiert war - und das schon zu XP-Zeiten.

    Könnte es sein, dass auch bei Deinem Gerät ein unsignierter Treiber vorliegt? Das würde auch das Verhalten nach Neustart erklären. Gerade bei unsignierten Treibern hat Microsoft Änderungen durchgeführt.

    Falls das bei Dir der Fall sein sollte, schaue bitte unter: https://www.deskmodder.de/wiki/index.php/Treibersignatur_deaktivieren_Unsignierte_Treiber_installieren_Windows_10

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  3. Anonym
    2020-03-27T22:59:41+00:00

    Danke für die Antwort. Der Treiber funktioniert momentan einwandfrei - unter TWAIN, was er unterstützt. Außerdem dürfte er durch die Neuinstallation des ScanWizard ebenfalls neu installiert worden sein.

    Das Problem dürfte wohl eher darin zu suchen sein, dass Windows dem Gerät einen neuen Namen vergeben hatte - ohne mein Zutun. Und dafür habe ich nach wie vor keine Erklärung. Denn egal wie oft ich den Scanner auch neu installiere - er meldet sich hinterher nicht mehr als Microtek, sondern als normaler USB-Scanner. Dieses allerdings erst seit kurzem, dem Patchday in diesem Monat. Es kann also auch nicht an der neuen Windows 10-Version 2004 liegen, denn die hatte ich bereits kurz vor Weihnachten letzten Jahres als Preview erhalten.

    Im Moment kommt übrigens wieder ein neues Update, KB4552455. Mal schauen, ob der Scanner nach der Installation dann immer noch funktioniert.

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  4. Anonym
    2020-03-27T20:44:39+00:00

    Also, der Zusammenhang zwischen Scannen und SMB - was in der Tat ein (veraltetes) Netzwerkprotokoll ist - wird unter anderem hier erläutert: https://www.borncity.com/blog/2018/06/04/windows-10-scanner-macht-probleme-nach-update/ . Nur dass die dort gezeigten Einstellungen in den Features sich auf eine ältere Windows 10-Version beziehen - in der aktuellen Version gibt es dort nur noch das "SMB direkt". Und nicht ich habe es deaktiviert - das war Microsoft. Als sie vor kurzem die Lücke in SMB gepatcht hatten.

    Der Twain-Treiber besteht aus drei Komponenten - die Kernkomponente wird aber durch Windows selber bereitgestellt:  ![](https://learn-attachment.microsoft.com/api/attachments/25a677b2-834a-4494-b813-79015729316a?platform=QnA"https://learn-attachment.microsoft.com/api/attachments/e2893e69-2c31-4f2c-8e65-00db047ae9ec?platform=QnA" rel="ugc nofollow">

    Und einem Microsoft-Treiber traue ich es durchaus zu, auf einem Microsoft-Betriebssystem eine Hardwarekomponente zu finden. Wie gesagt muss Microsoft bei einem der jüngsten Updates etwas am Treiber geändert haben - vorher stand da als Scanner "Microtek ScanMaker 6600".

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  5. Ingo Böttcher 158.1K Zuverlässigkeitspunkte
    2020-03-27T19:50:01+00:00

    Ein Zusammenhang mit SMB klingt erst einmal seltsam, einer mit "SMB Direct" sogar ziemlich abwegig. Aber ich lerne ja gerne dazu. Wie kommst du darauf, dass da SMB mit reinspielt? SMB ist ein Protokoll, mit dem Laufwerke übers Netzwerk eingebunden werden, SMB Direct ist eine Technik aus der Welt der dicken Server für performantes Filesharing mit speziellen Netzwerkadaptern. Mit Scannern hat das an sich nichts zu tun. 

    Du schriebst, du musstest dann noch einmal SMB Direct aktivieren. Normalerweise bleiben Features aktiviert, wenn man sie einmal aktiviert hat. Hast du es absichtlich wieder deaktiviert? 

    Der Scanner wird nicht durch das OS angesprochen, sondern durch den Treiber. Wenn der Scanner also tatsächlich nicht gefunden wird, findet der Treiber ihn nicht. Das OS setzt für die Funktionalität auf dem Treiber auf. 

    Ich denke nicht, dass Hardware von vor 20 Jahren irgendjemanden interessiert, außer vielleicht halt ihren Besitzer. ;-) 

    Wie gesagt, die Hardwareerkennung ist hier nicht das Problem. Es braucht halt passende Treiber vom Hersteller für das genutzte OS. Und die gibt es nicht wirklich.

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