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One Note wird eingestellt?

Anonym
2018-04-25T08:41:56+00:00

Hallo zusammen,

auf einer Internetseite

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-Office-2019-ohne-OneNote-4026969.html

wird verkündet, dass es One Note vermutlich nicht mehr bzw. nicht mehr lange gibt.

Was ist da dran?

Wie sieht es mit der Online-Version in Outlook.com aus bzw. auf der dem Handy mit der One Note App?

Ich liebe One Note und möchte es nicht missen!

Grüße

Microsoft 365 und Office | OneNote | Für Zuhause | Windows

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  1. Anonym
    2018-04-25T13:59:59+00:00

    Es stimmt, was Stefan da schreibt. Hier ist der Originalartikel von MS:

    https://techcommunity.microsoft.com/t5/Office-365-Blog/The-best-version-of-OneNote-on-Windows/ba-p/183974/

    Die Online - Version und die mobilen Apps bleiben natürlich.

    Ich persönlich halte es für eine kurzsichtige Entscheidung, getrieben vom Hass der Office-Entwicklung, die diese unabhängige Entwicklung von OneNote nur neidisch beäugt hat.

    Bernd

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  2. Anonym
    2018-06-01T13:26:03+00:00

    Was Du unterschlägst, ist der gezielte Verlust der Möglichkeit, Notizbücher lokal anzulegen. Man wird total abhängig von OneDrive, dessen Daten in den USA gespeichert sind. Verbunden mit einem nach wie vor unzuverlässigen Synchronisationsprotokoll und ohne lokales Backup.

    All das konnte man mit OneNote 201x vermeiden.

    Bernd

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  3. Anonym
    2018-06-01T08:29:27+00:00

    Hallo,

    meinen Informationen zu folge, und heise.de hat das in ihrem Artikel auch nicht genug herausgestellt, wird nur die Entwicklung der Desktopvariante, welche mit Office geliefert wird, eingestellt.

    Was wenige wissen, es gibt eine abgespeckte Variante als Window10-, Android und (iOS-)App. Diese ist momentan noch nicht auf dem vollen Funktionsumfang der OneNote-Officevariante, wird jetzt aber dieses Jahr ein großes Funktionsupdate bekommen und in nächster Zeit noch weiter verbessert werden und mit der Zeit vergleichbar oder besser als die aktuelle OneNote2016 sein. Das heißt, du kannst ab einem bestimmten Zeitpunkt von deinem OneNote2016 auf die, in den einschlägigen App-Stores verfügbaren OneNote-Varianten (auch Windowsstore) umswitchen.

    Also zusammengefasst: Die Entwicklung der mit Office gelieferten Variante (meist als Desktopversion bezeichnet) wird eingestellt, die Entwicklung der OneNote-App (plattformübergreifend Windows10/Android/iOS) wird forciert.

    So habe ich das verstanden.

    Grüße

    Torsten

    PS: Ich könnte auf Arbeit kaum noch ohne OneNote arbeiten, ich finde es auch besser als momentan einschlägige Alternativen.

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  4. Anonym
    2018-06-08T10:53:35+00:00

    Nein, das heißt es nicht, im Gegenteil. Microsoft plant nach Aussagen der OneNote-Entwickler, das Tag-System von OneNote zu erweitern; allerdings höchstwahrscheinlich auf die App-Version (UWP, Windows 10) begrenzt, eventuell auch für Mac und Mobil-Apps. Die Desktop-Version von OneNote (2010, 2013, 2016) wird davon sehr wahrscheinlich nicht profitieren, da Microsoft deren Weiterentwicklung eingestellt hat.

    Wie genau diese Verbesserungen aussehen sollen, darüber schweigen sich die Entwickler allerdings noch aus.

    Dass Tags in OneNote den selben Stellenwert und Nutzen wie in Evernote bekommen, kann ich mir allerdings nicht vorstellen. Evernote baut ja massiv auf Tags als Organisationsmittel (im Gegensatz zu OneNotes zusätzlichen Hierarchien mit Abschnitten und Abschnittsgruppen) und hat auch die Suchsyntax stark auf Tags ausgerichtet. Wenn das die Art ist, wie Sie Ihre Informationen verwalten möchten, also mit flexibel filterbaren Schlagworten, ist Evernote vermutlich tatsächlich die bessere Wahl. Natürlich müssen Sie abwägen, ob Sie dann auf OneNote-spezifische Stärken (z.B. frei gestaltbare Notizseiten, gute Handschriftunterstützung...) verzichten wollen.

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  5. Anonym
    2018-06-02T06:40:31+00:00

    Dass die Windows-10-App zusätzliche Funktionen bekommt, ist richtig. Die versprochene "Feature-Parity" hingegen ziemliches Marketing-Blabla, das vor allem Business-Kunden beruhigen soll.

    Neben politischen Hinderungsgründen (Stichwort lokales Speichern, was Microsofts neuer Firmenausrichtung komplett widerspricht) werden auch technische Hindernisse es verhindern, dass die WIndows-10-App alle Features der Desktop-Versionen bekommen wird. So lässt die UWP-Architektur vieles nicht zu, was native Win32-Apps können, z.B. auf Verzeichnisse anderer Programme schreibend zugreifen. Damit fällt z.B. das "Einbinden" von  Excel-Tabellen in eine Notiz und von dort aus Bearbeiten und Änderungen wieder speichern prinzipbedingt aus. Add-Ins auf COM-API-Basis funktionieren nicht. Das betrifft nicht nur externe Erweiterungen wie Onetastic oder GEM, sondern auch interne, etwa die Outlook-OneNote-Verbindung. 

    Microsoft wird einiges davon "nachbauen", aber immer auf die Web-API gestrickt. So ist zum Beispiel angekündigt, dass man außer Excel-Tabellen auch Word-Dokumente künftig mit der App in Notizen einbinden kann. Was Microsoft nicht sagt: Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird die Voraussetzung sein, dass diese Word-Dokumente auf OneDrive liegen müssen (um die zuvor erwähnte Einschränkung beim Speicherzugrff zu umgehen). 

    Outlook (Desktop, also 2016/2019) wird eine neue Anbindung an OneNote bekommen, die die alte ersetzt. Die wird die Web-API verwenden, also nur Notizbücher auf OneDrive / OneDrive for Business als Ziel erlauben, weniger Optionen haben (z.B. keine Auswahl bestehender Seiten als Ziel) und andere Einschränkungen. Schon gesehen in einer Insider-Beta.

    Ich denke, der Knackpunkt liegt darin, dass die Microsoft-Führung weiterhin keine Möglichkeit gesehen hat, mit OneNote Geld zu verdienen. Ob es in Office enthalten ist oder nicht, dürfte die Umsätze nach Meinung der Administration nicht maßgeblich beeinflussen. Damit stand es vermutlich erneut (das war sicher schon öfter so) auf der Abschussliste. Diesmal soll der rettende Richtungswechsel (in 2014 war es z.B. die Cloud) eine Fokussierung auf den Educationbereich sein. Daher die "lustigen" Katzensticker, Mathe-Funktionen und Regenbogen-Tinteneffekte als maßgebliche Neuerungen in der OneNote-App. Ich denke, Produktiv- und Business-Nutzer von OneNote werden als Kollateralschaden abgeschrieben, was aus wirtschaftlicher Sicht wohl nicht so dramatisch ist. Um Reputation hat sich Microsoft bei solchen Dingen sowieso nie groß Gedanken gemacht. Sie sind groß genug, sich das leisten zu können.

    Unterm Strich wird OneNote (die App) nach wie vor ein richtig gutes Notiz- und Info-Sammelwerkzeug sein; von einigen Anwendungen und Workflows, die man von OneNote 201x kennt, wird man sich aber verabschieden müssen. Im Prinzip ist OneNote Windows 10 ein neuer Ansatz, der viele Zöpfe abschneidet. Viele davon waren aber auch sehr schief gewachsen (halbseidene Tag-Unterstützung, schwache Suchfunktion, viele, viele Bugs). Das größte Problem ist, dass es noch Datenkompatibilität zu bestehenden Notizbüchern braucht. Daher bleibt die unglückliche Struktur, die zum Beispiel das Freigeben nur kompletter Notizbücher erlaubt, leider erhalten. Hätte das Entwicklerteam mit OneNote tatsächlich von Null anfangen können (wie sie es sicher gerne getan hätten), würde das sicher anders aussehen.

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