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Azure Linux folgt einem Lebenszyklusmodell, das darauf ausgelegt ist, Stabilität, Sicherheit und Zugriff auf moderne Linux-Funktionen zu ausgleichen. Diese Seite beschreibt die Leitprinzipien, die festlegen, wie Azure Linux Kernel und Pakete veröffentlicht, unterstützt und eingestellt werden.
Note
Azure Linux 4.0 befindet sich jetzt in preview und ist streng auf Auswertungs- und Testzwecke beschränkt. Es ist nicht für den Produktionseinsatz geeignet.
Azure Linux-Lebenszyklusprinzipien
Die folgende Tabelle fasst die vier Leitprinzipien zusammen, die bestimmen, wie Azure Linux Kernel und wichtige Pakete veröffentlicht, unterstützt und ausmustert:
| Prinzip | Was dies für Sie bedeutet |
|---|---|
| Berechenbarkeit | Sie sehen die veröffentlichten Anfangstermine und End-of-Support-Datumsangaben für jedes Kernel- und Hauptpaket, sodass Sie Upgrades nach Ihrem Zeitplan planen können, anstatt auf Überraschungen zu reagieren. |
| Sicherheit zuerst | Sie erhalten Upstream-Sicherheitskorrekturen gemäß definierten SLAs. Kritische und hohe CVEs werden priorisiert behandelt, sodass Sie nicht bis zum nächsten monatlichen Wartungsfenster warten müssen, um geschützt zu sein. |
| Kontrollierte Änderung | Wenn ein neuer Kernel oder eine Hauptkomponente veröffentlicht wird, behalten Sie die Unterstützung für die vorherige Version während eines Übergangszeitraums bei. Sie haben Zeit, zu überprüfen und zu migrieren, bevor die ältere Version eingestellt wird. |
| Cloudnativer Lebenszyklus | Sie erhalten ein Betriebssystem (OS), das für Umgebungen entwickelt wurde, die fortlaufend aktualisiert werden, und nicht eines, das über lange Zeit an einen einzelnen Kernel gebunden ist. |
Was ist zu erwarten?
Azure Linux wendet diese Prinzipien in drei Bereichen an:
- Kernel-Lebenszyklus: Azure Linux orientiert sich an den Upstream-Linux-Long-Term-Support-(LTS)-Kerneln, um Produktionsstabilität zu gewährleisten, und führt jährlich Hardware-Enablement-(HWE)-Kernel ein, um neue Hardwareplattformen, GPU-Treiber und KI-/ML-Beschleuniger zu unterstützen. Azure Linux 4.0 wird mit kernel 6.18 LTS ausgeliefert.
- Paketupdates: Kernkomponenten des Betriebssystems (Kernel, Glibc, OpenSSL, systemd) priorisieren Stabilität und erhalten Sicherheitsbackports ohne störende Versionsänderungen. Sprachlaufzeiten und Pakete auf höherer Ebene folgen einem strukturierten Aktualisierungsrhythmen mit geplanten Updatefenstern.
- Sicherheitswartung: Azure Linux liefert monatliche Sicherheitsupdates, die CVE-Korrekturen in jedes unterstützte Paket zurückportieren. Kritische und sicherheitsrelevante Sicherheitsrisiken mit hohem Schweregrad werden außerhalb des regelmäßigen monatlichen Zyklus schnell nachverfolgt. Ausführliche Informationen zur CVE-Pipeline finden Sie unter Verwalten von CVEs.
Note
Spezifische Supportdauern und Updaterichtlinien werden vor der allgemeinen Verfügbarkeit (GENERAL Availability, GA) veröffentlicht.
Verwandte Inhalte
- Übersicht über die Azure Linux-Architektur
- Versionshinweise zu Azure Linux