Security Bulletin

Microsoft Security Bulletin MS13-034 - Hoch

Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Antimalware-Client kann Erhöhung von Berechtigungen ermöglichen (2823482)

Veröffentlicht: Dienstag, 9. April 2013 | Aktualisiert: Dienstag, 8. Oktober 2013

Version: 1.2

Allgemeine Informationen

Kurzzusammenfassung

Dieses Sicherheitsupdate behebt eine vertraulich gemeldete Sicherheitsanfälligkeit im Microsoft Antimalware-Client. Die Sicherheitsanfälligkeit kann eine Erhöhung von Berechtigungen ermöglichen, verursacht durch die Pfadnamen, die vom Microsoft Antimalware-Client verwendet werden. Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann beliebigen Code ausführen und vollständige Kontrolle über das betroffene System erlangen. Ein Angreifer kann dann Programme installieren, Daten anzeigen, ändern oder löschen oder neue Konten mit sämtlichen Benutzerrechten erstellen. Ein Angreifer muss über gültige Anmeldeinformationen verfügen, um diese Sicherheitsanfälligkeit ausnutzen zu können. Die Sicherheitsanfälligkeit kann nicht von anonymen Benutzern ausgenutzt werden.

Dieses Sicherheitsupdate wird für den Microsoft Antimalware-Client in unterstützten Versionen von Windows Defender für Windows 8 und Windows RT als Hoch eingestuft. Für dieses Sicherheitsupdate gibt es keine Bewertung des Schweregrads für den Microsoft Antimalware-Client in anderen Microsoft Antimalware-Programmen. Weitere Informationen finden Sie im Unterabschnitt Betroffene und nicht betroffene Software in diesem Abschnitt.

Das Sicherheitsupdate behebt die Sicherheitsanfälligkeit, indem die Pfadnamen korrigiert werden, die von Microsoft Antimalware-Client verwendet werden. Weitere Informationen zu den Sicherheitsanfälligkeiten finden Sie im Unterabschnitt „Häufig gestellte Fragen (FAQs)“ für den bestimmten Sicherheitsanfälligkeitseintrag im nächsten Abschnitt Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten.

Empfehlung. Die meisten Benutzer haben die automatische Aktualisierung aktiviert und müssen keine Maßnahmen ergreifen, da dieses Sicherheitsupdate automatisch heruntergeladen und installiert wird. Benutzer, die die automatische Aktualisierung nicht aktiviert haben, müssen auf Updates prüfen und dieses Update manuell installieren. Weitere Informationen zu bestimmten Konfigurationsoptionen bei der automatischen Aktualisierung finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 294871.

Für Administratoren und für Installationen in Unternehmen bzw. für Endbenutzer, die dieses Sicherheitsupdate manuell installieren möchten, empfiehlt Microsoft, das Update so schnell wie möglich mit Updateverwaltungssoftware zu installieren bzw. mithilfe des Diensts Microsoft Update auf Updates zu prüfen.

Siehe auch den Abschnitt Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung weiter unten in diesem Bulletin.

Knowledge Base-Artikel

Knowledge Base-Artikel 2823482
Dateiinformationen Ja
SHA1/SHA2-Hashes Ja
Bekannte Probleme Keine

Betroffene und nicht betroffene Software

Folgende Software wurde getestet, um zu ermitteln, welche Versionen oder Editionen betroffen sind. Andere Versionen haben entweder das Ende des Lebenszyklus überschritten oder sind nicht betroffen. Besuchen Sie die Website Microsoft Support Lifecycle, um den Supportlebenszyklus für Ihre Softwareversion oder Edition zu ermitteln.

Betroffene Software

Antimalware Maximale Sicherheitsauswirkung Bewertung des Gesamtschweregrads Ersetzte Updates
Windows Defender für Windows 8 und Windows RT[1]
(2781197)
Erhöhung von Berechtigungen Hoch Keine
[1]Das Update ist über [Windows-Update](https://update.microsoft.com/windowsupdate/) verfügbar. **Nicht betroffene Software** | Antimalware | |--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------| | Windows Defender für Windows XP, Windows Server 2003, Windows Vista, Windows Server 2008, Windows 7 und Windows Server 2008 R2 | | Microsoft Security Essentials | | Microsoft Forefront Client Security | | Microsoft Forefront Endpoint Protection 2010 | | Microsoft System Center 2012 Endpoint Protection | | Microsoft System Center 2012 Endpoint Protection Service Pack 1 | | Windows Intune Endpoint Protection | | Microsoft System Center 2012 Endpoint Protection für Linux | | Microsoft System Center 2012 Endpoint Protection für Mac | | Microsoft System Center 2012 Endpoint Protection für Mac Service Pack 1 | | Microsoft-Tool zum Entfernen schädlicher Software | | Microsoft Antigen für Exchange | | Microsoft Antigen für SMTP Gateway | | Forefront Security für Exchange Server | | Forefront Protection 2010 für Exchange Server | | Forefront Threat Management Gateway 2010 Service Pack 2 | | Microsoft Forefront Security für SharePoint | | Forefront Security für Office Communications Server | | Autonomer System Sweeper von Microsoft (Bestandteil des Microsoft Diagnose- und Wiederherstellungstoolsets) | Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu diesem Update ----------------------------------------------- **Enthält dieses Update weitere nicht sicherheitsbezogene Funktionsänderungen?** Ja. Zusätzlich zu den Änderungen, die im Abschnitt „Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten“ in diesem Bulletin aufgeführt sind, enthält dieses Update weitere Funktionalitätsänderungen wie in [Microsoft Knowledge Base-Artikel 2781197](https://support.microsoft.com/kb/2781197) beschrieben. **Was ist Windows Defender?** Windows Defender ist eine kostenlose Antimalware, die jetzt in Windows 8 enthalten ist. Damit wird der Computer eines Benutzers vor Schadprogrammen und anderer möglicherweise unerwünschter Software geschützt. Windows Defender stellt Echtzeitschutz bereit sowie Optionen, um jederzeit eine Prüfung durchzuführen. **Für welche Versionen des Microsoft Antimalware-Clients** ****in Windows** Defender**gilt dieses Update**?** Wenn die Version des Microsoft Antimalware-Clients 4.2.223.0 oder höher lautet, ist Ihr Client bereits aktualisiert, und Sie müssen keine weiteren Maßnahmen ergreifen. Wenn Sie eine frühere Version des Microsoft Antimalware-Clients als 4.2.223.0 haben, sollten Sie das Update installieren. Weitere Informationen zum Überprüfen der Versionsnummer des Clients, der derzeit von Ihrer Software verwendet wird, finden Sie im [Microsoft Knowledge Base-Artikel 2510781](https://support.microsoft.com/kb/2510781). **Wird der** **Microsoft Antimalware-Client** **mit den Updates für** **Microsoft Malware Protection Engine** **und** **Definitionsupdates für schädliche Software aktualisiert?** Nein. Microsoft veröffentlicht Updates für den Microsoft Antimalware-Client mithilfe von Standardverteilungsmethoden wie [Microsoft Update](https://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=40747&displaylang=de). Updates für den Microsoft Antimalware-Client sind von den Updates der Definitionen für schädliche Programme getrennt. **Wo finde ich weitere Informationen zur Technologie der Microsoft Antimalware?** Weitere Informationen finden Sie auf der Website [Microsoft-Center zum Schutz vor Malware](https://www.microsoft.com/security/portal/). **Ich verwende eine ältere Version der in diesem Security Bulletin beschriebenen Software. Was soll ich tun?** Die in diesem Bulletin aufgeführte betroffene Software wurde daraufhin getestet, welche einzelnen Versionen betroffen sind. Andere Versionen haben das Ende ihrer Supportlebenszyklen erreicht. Weitere Informationen zu den Produktzyklen finden Sie auf der Website [Microsoft Support Lifecycle](https://support.microsoft.com/default.aspx?scid=fh;%5Bln%5D;lifecycle&displaylang=de). Benutzer älterer Versionen dieser Software sollten möglichst bald zu Versionen migrieren, für die Support angeboten wird, um sich vor künftigen Sicherheitsanfälligkeiten zu schützen. Informationen zum Ermitteln des Supportlebenszyklus für Ihre Softwareversion finden Sie unter [Produkt für Lebenszyklusinformationen auswählen](https://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=169555). Weitere Informationen zu Service Packs für diese Softwareversionen finden Sie unter [Service Pack Lifecycle Support Policy](https://support.microsoft.com/?ln=de-de&scid=gp%3b%5bln%5d%3blifecycle&x=13&y=15). Benutzer, die zusätzlichen Support für ältere Software benötigen, müssen sich an ihren Microsoft-Kundenbetreuer, ihren Technical Account Manager oder den jeweiligen Microsoft-Partner wenden, um Supportangebote in Anspruch nehmen zu können. Kunden, die nicht über einen Alliance-, Premier- oder Authorized-Vertrag verfügen, können sich mit der regionalen Microsoft-Vertriebsniederlassung in Verbindung setzen. Kontaktinformationen finden Sie auf der Website [Microsoft Worldwide](https://support.microsoft.com/?ln=de-de&scid=gp%3b%5bln%5d%3blifecycle&x=13&y=15). Wählen Sie in der Liste „Kontaktinformationen“ Ihr Land aus, und klicken Sie auf **Go**. Es wird eine Telefonnummer für Ihr Land angezeigt. Wenn Sie unter der angegebenen Nummer anrufen, fragen Sie bitte nach dem regionalen Vertriebsmanager für Premier Support. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite [Microsoft Support Lifecycle-Richtlinie – Häufig gestellte Fragen (FAQ)](https://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=169557). ### Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten Bewertungen des Schweregrads und Kennungen der Sicherheitsanfälligkeit ---------------------------------------------------------------------- Bei der folgenden Bewertung des Schweregrads wird die potenzielle maximale Auswirkung der Sicherheitsanfälligkeit angenommen. Informationen zur Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung der Sicherheitsanfälligkeit in Bezug auf die Bewertung des Schweregrads und die Sicherheitsauswirkung innerhalb von 30 Tagen nach Veröffentlichung dieses Security Bulletins finden Sie im Ausnutzbarkeitsindex im [Bulletin Summary für April](https://technet.microsoft.com/security/bulletin/ms13-apr). Weitere Informationen finden Sie in [Microsoft-Ausnutzbarkeitsindex](https://technet.microsoft.com/de-de/security/cc998259).

Bewertung des Schweregrads und maximale Sicherheitsauswirkung nach betroffener Software
Antimalwaresoftware Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Antimalware durch fehlerhaften Pfadnamen – CVE-2013-0078 Bewertung des Gesamtschweregrads
Windows Defender für Windows 8 und Windows RT **Hoch** Erhöhung von Berechtigungen **Hoch**

Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Antimalware durch fehlerhaften Pfadnamen – CVE-2013-0078

Diese Sicherheitsanfälligkeit kann für eine lokale Erhöhung von Berechtigungen ausgenutzt werden. Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann im Sicherheitskontext des LocalSystem-Kontos beliebigen Code ausführen und die vollständige Kontrolle über das System erlangen. Ein Angreifer kann dann Programme installieren, Daten anzeigen, ändern oder löschen oder neue Konten mit sämtlichen Benutzerrechten erstellen. Ein Angreifer muss über gültige Anmeldeinformationen verfügen, um diese Sicherheitsanfälligkeit ausnutzen zu können. Die Sicherheitsanfälligkeit kann nicht von anonymen Benutzern ausgenutzt werden.

Informationen zum Anzeigen dieser Sicherheitsanfälligkeit als Standardeintrag in der Liste allgemeiner Sicherheitsanfälligkeiten finden Sie unter CVE-2013-0078.

Schadensbegrenzende Faktoren

Schadensbegrenzung bezieht sich auf eine Einstellung, häufige Konfiguration oder allgemeine empfohlene Vorgehensweise, die in einem Standardzustand existieren und den Schweregrad der Ausnutzung einer Sicherheitsanfälligkeit verringern können. Die folgenden schadensbegrenzenden Faktoren könnten hilfreich für Sie sein:

  • Ein Angreifer muss über gültige Anmeldeinformationen verfügen, um diese Sicherheitsanfälligkeit ausnutzen zu können. Die Sicherheitsanfälligkeit kann nicht von anonymen Benutzern ausgenutzt werden.
  • In einer Windows 8-Standardkonfiguration verfügt ein Standardbenutzer nicht über die Berechtigung, Dateien in das Stammverzeichnis des Systems zu schreiben. Dadurch wird die Sicherheitsanfälligkeit verringert, da ein Standardbenutzer in einer Standardkonfiguration nicht über die erforderliche Berechtigung verfügt, um die Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen.

Problemumgehungen

Problemumgehung bezieht sich auf eine Einstellung oder Konfigurationsänderung, die die zugrunde liegende Sicherheitsanfälligkeit nicht behebt, sondern die bekannten Angriffsmethoden blockiert, bevor Sie das Update installieren. Microsoft hat die folgenden Problemumgehungen getestet und gibt in der Beschreibung an, ob eine Problembehebung die Funktionalität einschränkt:

  • Korrigieren des Pfadnamens für das Windows Defender-Abbild auf Windows 8- und Windows RT-Systemen

    Verwenden Sie diese Problemumgehung, um Angriffsmethoden für die Sicherheitsanfälligkeit auf Windows 8- und Windows RT-Systemen zu blockieren.

    Warnung: Eine fehlerhafte Verwendung des Registrierungs-Editors kann unter Umständen ernste Probleme verursachen, die eine erneute Installation des Betriebssystems erfordern können. Microsoft übernimmt keine Garantie dafür, dass Sie Probleme lösen können, die auf das fehlerhafte Verwenden des Registrierungs-Editors zurückzuführen sind. Verwenden Sie den Registrierungs-Editor auf eigenes Risiko.

    1. Erstellen Sie eine Sicherungskopie der Registrierungsschlüssel. Sicherungskopien können erstellt werden, indem Sie als Administrator ein verwaltetes Bereitstellungsskript mit dem folgenden Befehl durchführen:

      Regedit.exe /e c:\temp\Windefend_backup.reg HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\WinDefend
      

      Hinweis Wenn Sie den oben stehenden Befehl als Administrator ausführen, wird im Ordner „c:\temp“ eine Datei namens „Windefend_backup.reg“ erstellt.

    2. Erstellen Sie eine Textdatei namens Windefend_ImagePath_fix.reg mit den folgenden Inhalten:

      Windows Registrierungs-Editor Version 5.00
      
      [HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\WinDefend]
      "ImagePath"=hex(2):22,00,25,00,50,00,72,00,6f,00,67,00,72,00,61,00,6d,00,46,00,\
      69,00,6c,00,65,00,73,00,25,00,5c,00,57,00,69,00,6e,00,64,00,6f,00,77,00,73,\
      00,20,00,44,00,65,00,66,00,65,00,6e,00,64,00,65,00,72,00,5c,00,4d,00,73,00,\
      4d,00,70,00,45,00,6e,00,67,00,2e,00,65,00,78,00,65,00,22,00,00,00
      

      Speichern Sie die Datei Windefend_ImagePath_fix.reg im Ordner c:\temp.

    3. Führen Sie mithilfe einer der folgenden Methoden die Registrierungsskriptdatei aus, die Sie in Schritt 2 auf dem Zielsystem erstellt haben:

      Methode 1:

      Doppelklicken Sie auf die Datei Windefend_ImagePath_fix.reg.

      Folgende Bestätigungsnachricht sollte angezeigt werden:

      Die in „C:\temp\Windefend_ImagePath_fix.reg“ enthaltenen Schlüssel und Werte wurden erfolgreich der Registrierung hinzugefügt.
      

      Methode 2:

      Führen Sie alternativ folgenden Befehl als Administrator durch:

      Regedit /s c:\temp\Windefend_ImagePath_fix.reg
      

      Warnung Wenn Sie die oben stehende Befehlszeilenmethode verwenden, wird keine Bestätigungsnachricht angezeigt. Sie werden nicht darüber benachrichtigt, ob die Registrierungsschlüssel und Werte erfolgreich der Registrierung hinzugefügt wurden.

    Auswirkung der Problemumgehung. Keine. Mit dieser Problemumgehung wird der Pfadname des Abbilds auf den richtigen Wert gesetzt.

    So machen Sie die Problemumgehung rückgängig.

    Stellen Sie die Sicherungsdatei, die Sie in Schritt 1 oben erstellt haben, mithilfe einer den folgenden Methoden wieder her:

    • Doppelklicken Sie auf die Datei Windefend_backup.reg.

      Folgende Bestätigungsnachricht sollte angezeigt werden:

      Die in „C:\temp\Windefend_backup.reg“ enthaltenen Schlüssel und Werte wurden erfolgreich der Registrierung hinzugefügt.
      
    • Führen Sie alternativ folgenden Befehl als Administrator durch:

      Regedit /s c:\temp\Windefend_backup.reg
      

      Warnung Wenn Sie die oben stehende Befehlszeilenmethode verwenden, wird keine Bestätigungsnachricht angezeigt. Sie werden nicht darüber benachrichtigt, ob die Registrierungsschlüssel und Werte erfolgreich der Registrierung hinzugefügt wurden.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Worin genau besteht diese Sicherheitsanfälligkeit?
Diese Sicherheitsanfälligkeit kann für eine lokale Erhöhung von Berechtigungen ausgenutzt werden.

Was ist die Ursache dieser Sicherheitsanfälligkeit?
Diese Sicherheitsanfälligkeit wird verursacht, wenn Microsoft Antimalware-Client fehlerhafte Pfadnamen verwendet.

Was kann ein Angreifer über diese Sicherheitsanfälligkeit erreichen?
Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann im Sicherheitskontext des LocalSystem-Kontos beliebigen Code ausführen und die vollständige Kontrolle über das System erlangen. Ein Angreifer kann dann Programme installieren, Daten anzeigen, ändern oder löschen oder neue Konten mit sämtlichen Benutzerrechten erstellen.

Ein Angreifer muss über gültige Anmeldeinformationen verfügen, um diese Sicherheitsanfälligkeit ausnutzen zu können. Die Sicherheitsanfälligkeit kann nicht von anonymen Benutzern ausgenutzt werden.

Was ist das LocalSystem-Konto?
Das LocalSystem-Konto ist ein vordefiniertes lokales Konto, das vom Dienststeuerungs-Manager verwendet wird. Es besitzt umfassende Berechtigungen auf dem lokalen Computer, und fungiert als Computer auf dem Netzwerk. Sein Token enthält SIDs NT AUTHORITY\SYSTEM und BUILTIN\Administrators. Diese Konten haben Zugriff auf die meisten Systemobjekte. Ein Dienst, der im Kontext des LocalSystem-Kontos ausgeführt wird, erbt den Sicherheitskontext vom Dienststeuerungs-Manager. Die meisten Dienste brauchen keine derart hohe Berechtigungsstufe. Weitere Informationen finden Sie in dem MSDN-Artikel LocalSystem-Konto.

Wie gehen Angreifer vor, um diese Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen?
Um diese Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen, muss sich ein Angreifer zuerst am System anmelden. Ein Angreifer kann dann eine speziell gestaltete Anwendung ausführen, mit der die Sicherheitsanfälligkeit ausgenutzt werden kann.

Für welche Systeme stellt diese Sicherheitsanfälligkeit hauptsächlich ein Risiko dar?
Arbeitsstationen mit Windows 8 sind hauptsächlich gefährdet.

Was bewirkt das Update?
Das Update behebt die Sicherheitsanfälligkeit, indem die Pfadnamen korrigiert werden, die von Microsoft Antimalware-Client verwendet werden.

War diese Sicherheitsanfälligkeit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Sicherheits empfehlung bereits öffentlich bekannt?
Nein. Microsoft erhielt Informationen zu dieser Sicherheitsanfälligkeit durch verantwortungsvolle Offenlegung.

Lagen Microsoft zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Sicherheits empfehlung Informationen vor, dass diese Sicherheitsanfälligkeit bereits ausgenutzt wurde?
Nein. Microsoft lagen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung dieses Security Bulletins keine Informationen vor, dass diese Sicherheitsanfälligkeiten öffentlich für Angriffe auf Benutzer ausgenutzt wurden.

Informationen zum Update

Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung

Es stehen mehrere Ressourcen zur Verfügung, um Administratoren bei der Bereitstellung von Sicherheitsupdates zu helfen.

  • Der Microsoft Baseline Security Analyzer (MBSA) ermöglicht Administratoren die Überprüfung von lokalen und Remotesystemen im Hinblick auf fehlende Sicherheitsupdates sowie auf häufig falsch konfigurierte Sicherheitsparameter.
  • Windows-Server Update Services (WSUS), Systems Management Server (SMS) und System Center Configuration Manager (SCCM) helfen Administratoren beim Verteilen von Sicherheitsupdates.
  • Die im Anwendungskompatibilitäts-Toolkit enthaltenen Komponenten zur Updatekompatibilitätsbewertung helfen dabei, die Vereinbarkeit von Windows-Updates mit installierten Anwendungen zu testen und zu überprüfen.

Weitere Informationen zu diesen Tools und Anleitungen zum Bereitstellen von Sicherheitsupdates über Netzwerke finden Sie unter Sicherheitstools.

Bereitstellung von Sicherheitsupdates

Betroffene Software

Um Informationen zum jeweiligen Sicherheitsupdate für Ihre betroffene Software zu erhalten, klicken Sie auf den entsprechenden Link:

Antimalware-Client – Update

Voraussetzungen

Dieses Sicherheitsupdate erfordert, dass eines der folgenden Antimalware-Programme installiert ist:

  • Windows Defender für Windows 8 und Windows RT

Installieren des Updates

Administratoren von Antimalware-Bereitstellungen für Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Updateverwaltungssoftware darauf konfiguriert ist, Updates für Microsoft Antimalware-Client, Microsoft Malware Protection Engine und Definitionen automatisch zu genehmigen und zu verteilen.

Bei Unternehmensbereitstellungen und auch Endbenutzern wird das Update in der Regel über die Updateverwaltungssoftware oder die automatische Aktualisierung heruntergeladen und installiert.

Endbenutzer können ihre Antimalware-Clientsoftware auch manuell aktualisieren, indem Sie ja nach dem verwendeten Betriebssystem und der Antimalware-Software den Dienst Microsoft Update oder Windows Update auf Updates prüfen. Weitere Informationen finden Sie in folgender Tabelle:

Software Updatemechanismus
Windows Defender für Windows 8 und Windows RT Windows Update

Die Updatepakete für Windows Defender für Windows 8 sind auch im Microsoft Download Center verfügbar. Downloadadressen finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 2781197.

Überprüfen der Updateinstallation

Sie können überprüfen, ob dieses Update installiert wurde, indem Sie die Versionsnummer des Microsoft Antimalware-Clients überprüfen.

Wenn Ihre Version des Microsofts Antimalware-Clients 4.2.223.0 lautet, dann wurde das Update installiert.

Hinweis: Wenn die Version des Microsoft Antimalware-Clients 4.2.223.0 oder höher lautet, ist das Antimalware-Programm nicht von der Sicherheitsanfälligkeit betroffen, und Sie müssen keine weiteren Maßnahmen ergreifen.

Weitere Informationen zum Überprüfen der Versionsnummer des Clients, der derzeit von Ihrer Software verwendet wird, finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 2510781.

Neustartanforderung

Ja, Sie müssen das System neu starten, nachdem Sie dieses Sicherheitsupdate installiert haben.

Entfernen des Updates

Um dieses Update zu entfernen, klicken Sie auf Systemsteuerung und dann auf System und Sicherheit. Klicken Sie unter Windows Update auf Installierte Updates, und wählen Sie das Update aus der angezeigten Liste aus.

Weitere Informationen:

Danksagungen

Microsoft dankt den folgenden Personen, dass sie zum Schutz unserer Kunden mit uns zusammengearbeitet haben:

  • Bruce Monroe von Intel für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Antimalware durch fehlerhaften Pfadnamen (CVE-2013-0078).
  • Shai Sarfaty für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Antimalware durch fehlerhaften Pfadnamen (CVE-2013-0078).
  • Tony Robotham von Centrica für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Antimalware durch fehlerhaften Pfadnamen (CVE-2013-0078).

Microsoft Active Protections Program (MAPP)

Um den Sicherheitsschutz für Benutzer zu verbessern, stellt Microsoft den wichtigsten Sicherheitssoftwareanbietern vor der monatlichen Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten bereit. Anbieter von Sicherheitssoftware können diese Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten dann verwenden, um Benutzern aktualisierten Schutz über ihre Sicherheitssoftware oder ihre Geräte bereitzustellen, z. B. Antivirus, netzwerkbasierte Angriffserkennungssysteme oder hostbasierte Angriffsverhinderungssysteme. Wenn Sie erfahren möchten, ob von den Sicherheitssoftwareanbietern aktiver Schutz verfügbar ist, besuchen Sie die von den Programmpartnern bereitgestellte Active Protections-Websites, die unter MAPP-Partner (Microsoft Active Protections Program) aufgeführt sind.

Support

So erhalten Sie Hilfe und Support zu diesem Sicherheitsupdate

Haftungsausschluss

Die Informationen der Microsoft Knowledge Base werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für Sie.

Revisionen

  • V1.0 (9. April 2013): Bulletin veröffentlicht.
  • V1.1 (16. April 2013): Bulletin überarbeitet, um eine Erkennungsänderung im Paket 2781197 anzukündigen und ein Problem mit erneutem Anbieten zu korrigieren. Dies ist lediglich eine Erkennungsänderung. Benutzer, die ihre Systeme bereits erfolgreich aktualisiert haben, müssen keine Maßnahmen ergreifen.
  • V1.2 (8. Oktober 2013): Das Bulletin wurde überarbeitet, um eine Erkennungsänderung im Paket 2781197 anzukündigen. Dies ist lediglich eine Erkennungsänderung. Benutzer, die ihre Systeme bereits erfolgreich aktualisiert haben, müssen keine Maßnahmen ergreifen.

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