Vergleichen der strukturierten und objektorientierten Programmierung

Abgeschlossen

Strukturierte Programmierung und objektorientierte Programmierung (OOP) sind zwei unterschiedliche Ansätze für die Softwareentwicklung mit jeweils eigenen Prinzipien und Methoden.

  • Die strukturierte Programmierung basiert auf einem Top-Down-Ansatz, bei dem das Programm in kleinere, verwaltbare Funktionen oder Verfahren unterteilt ist. Dieser Ansatz betont einen klaren und logischen Kontrollfluss mithilfe von Schleifen, Bedingungen und Unterroutinen.
  • Objektorientierte Programmierung basiert auf dem Konzept von Objekten, die sowohl Daten als auch Verhalten kapseln. Dieser Ansatz fördert eine modulare und wiederverwendbare Codestruktur, indem Softwaredesign um Objekte organisiert wird, die miteinander interagieren.

Während sich die strukturierte Programmierung auf die Abfolge der auszuführenden Aktionen konzentriert, betont die objektorientierte Programmierung die objekte, die an den Aktionen beteiligt sind.

Strukturierte Programmierung

Die strukturierte Programmierung ist ein Ansatz für die Softwareentwicklung, der sich aus der Notwendigkeit ergeben hat, codeklare Klarheit, Codequalität und Entwicklungszeit zu verbessern. Es basiert auf der Verwendung von Steuerungsstrukturen wie Schleifen, Bedingungen und Unterroutinen, um einen klaren und logischen Kontrollfluss zu erstellen. Bei der strukturierten Programmierung ist das Programm in kleinere, verwaltbare Funktionen oder Prozeduren unterteilt, die jeweils für die Durchführung einer bestimmten Aufgabe konzipiert sind. Dieser modulare Ansatz ermöglicht die Wiederverwendung von Code und das einfachere Debuggen, da jede Funktion unabhängig voneinander getestet werden kann. Da die Komplexität der Software jedoch zunimmt, kann die Verwaltung der Interaktionen zwischen diesen Funktionen zu einer Herausforderung werden.

Strukturierte Programmierung eignet sich gut für kleine bis mittlere Softwareprojekte, bei denen der Fokus auf dem logischen Kontrollfluss liegt. Es ist effektiv für Verfahrensaufgaben, die in eine Reihe von Schritten unterteilt werden können. Da jedoch die Größe und Komplexität der Software wachsen, kann die strukturierte Programmierung unübersichtlich und schwierig werden. In großen Anwendungen kann der lineare und top-down-Ansatz der strukturierten Programmierung zu einem verhängrten Web von interdependenten Funktionen führen, wodurch es schwierig ist, die Codebasis zu verstehen und zu ändern.

Objektorientierte Programmierung

Objektorientierte Programmierung ist ein Ansatz für die Softwareentwicklung, der sich auf das Konzept von Objekten konzentriert, das sowohl Daten (Attribute) als auch Verhalten (Methoden) kapselt. In OOP basiert das Softwaredesign auf Klassen, die als Blaupausen zum Erstellen Objektedienen. Jedes Objekt stellt eine reale Entität dar und kann über gut definierte Schnittstellen mit anderen Objekten interagieren.

Objektorientierte Programmierung eignet sich gut für große, komplexe Softwaresysteme, da sie eine modulare und wartungsfähige Codestruktur fördert.

Die Beziehung zwischen Klassen und Objekten wird während des restlichen Moduls untersucht.

Übergang von der strukturierten Programmierung zur objektorientierten Programmierung

Der Übergang von der strukturierten Programmierung zur objektorientierten Programmierung kann schwierig sein, da es eine Veränderung der Denkweise und einen anderen Ansatz für das Softwaredesign erfordert. Die Vorteile von OOP machen es jedoch zu einem wertvollen Ansatz für die Programmierung, die zu robusten und wartungsfähigen Softwaresystemen führt.

Begriffe, die zum Beschreiben objektorientierter Programmierung verwendet werden

Die objektorientierte Programmierung führt Terminologie ein, die Ihnen möglicherweise noch nicht vertraut ist. Sie müssen diese Begriffe nicht vollständig verstehen, um mit der Verwendung von OOP zu beginnen, aber es ist hilfreich, diese Begriffe zu erkennen, während Sie mehr über OOP erfahren.

Die folgenden Begriffe werden häufig bei der Beschreibung der Konzepte und Vorteile von OOP verwendet:

  • Abstraktion: Mit Der Abstraktion können Sie komplexe Implementierungsdetails ausblenden und gleichzeitig einen vereinfachten Satz von Datenattributen und -methoden verfügbar machen, mit dem der Benutzer interagieren kann. Sie dient als Grenze zwischen dem Benutzer und der inneren Funktionsweise eines Objekts oder Systems.
  • Kapselung: Kapselung ist der Prozess der Bündelung von Daten (Attributen) und Methoden (Funktionen), die mit diesen Daten in einer einzelnen Einheit arbeiten - eine Klasse. Diese Einheit blendet die internen Details darüber aus, wie Daten gespeichert oder verarbeitet werden, wodurch nur eine gut definierte Schnittstelle für die Interaktion verfügbar ist.
  • Vererbung: Vererbung ist der Mechanismus, mit dem eine Klasse die Eigenschaften und das Verhalten einer anderen Klasse erwirbt. Sie können eine neue Klasse erstellen, die auf einer vorhandenen Klasse basiert und die Attribute und Methoden der übergeordneten Klasse wiederverwenden.
  • Polymorphismus: Polymorphismus ermöglicht es Objekten verschiedener Klassen, als Objekte einer gemeinsamen Superklasse zu behandeln. Mit Polymorphismus können Sie Code schreiben, der mit Objekten mehrerer Typen funktioniert und Flexibilität und Erweiterbarkeit bietet.

Wenn Sie diese Begriffe erkennen und ihre Bedeutung verstehen, können Sie die Kernkonzepte der objektorientierten Programmierung erfassen und auf Ihre Softwareentwicklungsprojekte anwenden.