SQL Server zu Azure SQL Managed Instance: Anleitung zur Migration

Gilt für: Azure SQL Managed Instance

Mithilfe dieses Leitfadens können Sie Ihre SQL Server-Instanzen zu Azure SQL Managed Instance zu migrieren.

Sie können SQL Server-Instanzen migrieren, die lokal oder auf folgenden Plattformen ausgeführt werden:

  • SQL Server auf virtuellen Computern
  • Amazon EC2
  • Amazon RDS für SQL Server
  • Compute Engine (Google Cloud Platform – GCP)
  • Cloud SQL für SQL Server (Google Cloud Platform – GCP)

Weitere Informationen zur Migration finden Sie in dieser Übersicht. Weitere Migrationsleitfäden finden Sie im Leitfaden zur Azure-Datenbankmigration.

Ablauf des Migrationsprozesses

Voraussetzungen

Zum Migrieren Ihrer SQL Server-Datenbank-Instanzen zu Azure SQL Managed Instance ist Folgendes erforderlich:

Vor der Migration

Sobald Sie sich davon überzeugt haben, dass Ihre Quellumgebung unterstützt wird, können Sie mit der Prämigrationsphase beginnen. Ermitteln Sie alle vorhandenen Datenquellen, bewerten Sie die Umsetzbarkeit der Migration, und identifizieren Sie Probleme, die der Migration möglicherweise im Weg stehen.

Entdecken

Scannen Sie das Netzwerk in der Ermittlungsphase nach SQL Server-Instanzen und -Features, die von Ihrer Organisation verwendet werden.

Nutzen Sie Azure Migrate, um die Umsetzbarkeit der Migration auf lokalen Servern zu bewerten, führen Sie eine leistungsbasierte Größenanpassung durch, und erstellen Sie Kostenschätzungen für die Ausführung in Azure.

Alternativ können Sie das Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP Toolkit) zur Bewertung Ihrer aktuellen IT-Infrastruktur verwenden. Das Toolkit bietet leistungsfähige Optionen zur Bestandserfassung, Bewertung und Berichterstellung, die den Planungsprozess für die Migration erleichtern.

Weitere Informationen zu den für die Ermittlungsphase verfügbaren Tools finden Sie unter Dienste und Tools für Datenmigrationsszenarios.

Nachdem die Datenquellen ermittelt wurden, sollten Sie alle lokalen SQL Server-Instanzen bewerten, die zu Azure SQL Managed Instance migriert werden können, um Hindernisse oder Kompatibilitätsprobleme zu identifizieren. Fahren Sie mit den folgenden Schritten fort, um Datenbanken zu bewerten und zu Azure SQL Managed Instance zu migrieren:

Schritte für die Migration zu Azure SQL Managed Instance

Bewerten

Hinweis

Wenn Sie den gesamten SQL Server-Datenbestand im großen Stil auf VMWare bewerten, verwenden Sie Azure Migrate, um Azure SQL-Bereitstellungsempfehlungen, Zielgrößen und monatliche Schätzungen zu erhalten.

Bestimmen Sie, ob SQL Managed Instance mit den Datenbankanforderungen Ihrer Anwendung kompatibel ist. SQL Managed Instance wurde konzipiert, um eine einfache Migration mithilfe von Lift & Shift für die meisten vorhandenen Anwendungen zu ermöglichen, die SQL Server verwenden. Es kann jedoch vorkommen, dass Sie Features oder Funktionen benötigen, die noch nicht unterstützt werden, und die Kosten für die Implementierung eines Workarounds zu hoch sind.

Die Azure SQL-Migrationserweiterung für Azure Data Studio bietet eine nahtlose, assistentenbasierte Umgebung, in der Sie Ihre lokalen SQL Server-Datenbanken bewerten, Azure-Empfehlungen erhalten und die Datenbanken zu SQL Server in Azure Virtual Machines migrieren können. Neben dem Hervorheben von Migrationsblockern oder Warnungen enthält die Erweiterung auch eine Option für Azure-Empfehlungen, um die Leistungsdaten Ihrer Datenbanken zu erfassen und eine geeignete Größe von Azure SQL Managed Instance zu empfehlen, um die Leistungsanforderungen Ihrer Workload zu erfüllen (zum günstigsten Preis).

Sie können Datenbanken auch mit dem Datenmigrations-Assistenten (Version 4.1 und höher) bewerten, um die folgenden Informationen zu erhalten:

Befolgen Sie diese Schritte, um Ihre Umgebung mit dem Datenmigrations-Assistenten zu bewerten:

  1. Öffnen Sie den Datenmigrations-Assistenten.
  2. Klicken Sie auf Datei und dann auf Neues Projekt.
  3. Wählen Sie einen Projektnamen, SQL Server als Quellserver und Azure SQL Managed Instance als Zielserver aus.
  4. Legen Sie fest, welche Bewertungsberichte generiert werden sollen – zum Beispiel für die Datenbankkompatibilität oder die Featureparität. Die Berechtigungen für den SQL Server-Quellserver unterscheiden sich je nach Art der Bewertung möglicherweise. DMA zeigt vor der Bewertung an, welche Berechtigungen für den ausgewählten Advisor benötigt werden.
    • Die Kategorie Featureparität enthält ausführliche Empfehlungen, in Azure verfügbare Alternativen und Schritte zur Risikominimierung, die bei der Planung Ihres Migrationsprojekts nützlich sind. Hierfür sind sysadmin-Berechtigungen erforderlich.
    • In der Kategorie Kompatibilitätsprobleme werden teilweise oder nicht unterstützte Features aufgeführt, die die Migration möglicherweise verhindern, sowie Empfehlungen, um diese Probleme zu beheben (die Berechtigungen CONNECT SQL, VIEW SERVER STATE und VIEW ANY DEFINITION sind erforderlich).
  5. Geben Sie die Quellverbindungsdetails für Ihre SQL Server-Instanz an, und stellen Sie eine Verbindung mit der Quelldatenbank her.
  6. Klicken Sie auf Bewertung starten.
  7. Lesen Sie sich nach Abschluss des Vorgangs die Bewertungsberichte durch, um beispielsweise Probleme mit der Featureparität zu ermitteln, die die Migration verhindern könnten. Der Bewertungsbericht kann auch in eine Datei exportiert und für andere Teams und Mitarbeiter in Ihrer Organisation freigegeben werden.
  8. Bestimmen Sie den Datenbank-Kompatibilitätsgrad, mit dem der Aufwand vor der Migration am geringsten ist.
  9. Ermitteln Sie die am besten geeignete Azure SQL Managed Instance-SKU für Ihre lokale Workload.

Weitere Informationen finden Sie unter Durchführen einer SQL Server-Migrationsbewertung mit dem Datenmigrations-Assistenten.

Wenn SQL Managed Instance für Ihre Workload nicht als Ziel geeignet ist, kann SQL Server auf Azure-VMs für Ihr Unternehmen eine alternative Möglichkeit darstellen.

Skalierte Bewertungen und Analysen

Wenn Sie mehrere Server oder Datenbanken haben, die Azure-Bereitschaftsbewertung erfordern, können Sie den Prozess mithilfe von Skripts mit einer der folgenden Optionen automatisieren. Weitere Informationen zur Verwendung von Skripts finden Sie unter Migrieren von Datenbanken im großen Stil mithilfe von Automatisierung.

Der Datenmigrations-Assistent unterstützt auch die Konsolidierung der Bewertungsberichte für Analysen. Wenn mehrere Server und Datenbanken bewertet und analysiert werden müssen, um einen umfassenderen Überblick über den Datenbestand zu erstellen, finden Sie unter den folgenden Links weitere Informationen.

Wichtig

Die Ausführung skalierter Bewertungen für mehrere Datenbanken kann mithilfe des Befehlszeilen-Hilfsprogramms von DMA automatisiert werden. Dadurch können die Ergebnisse auch in Azure Migrate hochgeladen werden, um weitere Analysen durchzuführen und die Bereitschaft der Zielumgebung zu bewerten.

Bereitstellen für eine verwaltete Instanz mit optimaler Größe

Sie können die Azure SQL-Migrationserweiterung für Azure Data Studio verwenden, um Empfehlungen für richtig dimensionierte Instanzen von Azure SQL Managed Instance zu erhalten. Die Erweiterung erfasst Leistungsdaten von Ihrer SQL Server-Quellinstanz, um Azure-Empfehlungen für die richtige Größe bereitzustellen, die den Leistungsanforderungen Ihrer Workload bei minimalen Kosten entsprechen. Weitere Informationen finden Sie unter Abrufen der richtigen Azure-Größenempfehlung für Ihre lokalen SQL Server-Datenbanken.

Erstellen Sie auf Grundlage der Informationen aus der Ermittlungs- und Bewertungsphase eine entsprechend dimensionierte SQL Managed Instance-Zielinstanz. Hierfür können Sie das Azure-Portal, PowerShell oder eine Azure Resource Manager-Vorlage (ARM-Vorlage) verwenden.

SQL Managed Instance ist auf lokale Workloads zugeschnitten, die für den Umzug in die Cloud vorgesehen sind. Es wird ein Kaufmodell eingeführt, das eine größere Flexibilität bei der Auswahl der richtigen Ressourcen für Ihre Workloads bietet. In der lokalen Umgebung sind Sie wahrscheinlich daran gewöhnt, diese Workloads mit physischen Kernen und E/A-Bandbreite zu dimensionieren. Das Kaufmodell für verwaltete Instanzen basiert auf virtuellen Kernen oder „V-Kernen“, wobei zusätzlicher Speicher und EA separat erhältlich sind. Das V-Kern-Modell ist eine einfachere Methode, um die Computeanforderungen in der Cloud mit dem, was Sie heute lokal verwenden, zu vergleichen. Mit diesem Kaufmodell können Sie die Größe Ihrer Zielumgebung in der Cloud optimal anpassen. Einige allgemeine Richtlinien, anhand denen Sie die richtige Dienstebene und die richtigen Merkmale auswählen können, sind hier beschrieben:

  • Basierend auf der CPU-Nutzung der Baseline können Sie eine verwaltete Instanz mit derselben Anzahl von Kernen bereitstellen, die Sie in SQL Server verwenden. Dabei sollten Sie aber bedenken, dass CPU-Merkmale möglicherweise skaliert werden müssen, damit sie den Merkmalen der VM entsprechen, auf der die verwaltete Instanz installiert ist.
  • Wählen Sie basierend auf der Baseline-Speicherauslastung die Dienstebene mit übereinstimmendem Speicher aus. Da die Menge an Arbeitsspeicher nicht direkt ausgewählt werden kann, müssten Sie die verwaltete Instanz mit der Anzahl von virtuellen Kernen auswählen, die einen übereinstimmenden Arbeitsspeicher aufweisen (z. B. 5,1 GB/vCore in Standard-Serie (Gen5)).
  • Wählen Sie basierend auf der Baseline-E/A-Latenz des Dateisubsystems zwischen den Dienstebenen „Universell“ (Latenz größer als 5 ms) und „Unternehmenskritisch“ (Latenz kleiner als 3 ms) aus.
  • Ordnen Sie basierend auf dem Baselinedurchsatz die Größe von Daten- oder Protokolldateien vorab zu, um die erwartete E/A-Leistung zu erhalten.

Im Azure-Portal haben Sie die Möglichkeit, Compute- und Speicherressourcen zum Zeitpunkt der Bereitstellung auszuwählen und anschließend zu ändern, ohne dass es zu Downtime für Ihre Anwendung kommt:

Dimensionierung einer verwalteten Instanz

Informationen zum Erstellen der VNET-Infrastruktur und einer verwalteten Instanz finden Sie unter Erstellen einer verwalteten Instanz.

Wichtig

Es ist wichtig, dass Sie Ihr Ziel-VNET und -subnetz in Übereinstimmung mit den VNET-Anforderungen für verwaltete Instanzen halten. Jede Inkompatibilität kann Sie daran hindern, neue Instanzen anzulegen oder bereits erstellte Instanzen zu verwenden. Erfahren Sie mehr über das Erstellen neuer und Konfigurieren vorhandener Netzwerke.

Migrieren

Nachdem Sie die Schritte der Prämigrationsphase abgeschlossen haben, können Sie sich der Schema- und Datenmigration widmen.

Migrieren Sie Ihre Daten mithilfe der gewählten Migrationsmethode.

SQL Managed Instance zielt auf Benutzerszenarien ab, die eine Massenmigration der Datenbank von lokalen oder Azure VM-Datenbankimplementierungen erfordern. Sie sind die optimale Wahl, wenn es darum geht, das Back-End der Anwendungen, die regelmäßig Funktionalitäten auf Instanzebene und/oder über Datenbanken hinweg nutzen, per Lift & Shift zu migrieren. Wenn dies Ihr Szenario ist, können Sie eine ganze Instanz in eine entsprechende Umgebung in Azure verschieben, ohne dass Sie Ihre Anwendungen neu strukturieren müssen.

Zum Verschieben von SQL-Instanzen müssen Sie Folgendes sorgfältig planen:

  • Die Migration aller Datenbanken, die zusammengeführt werden müssen (diejenigen, die auf derselben Instanz ausgeführt werden).
  • Die Migration von Objekten auf Instanzebene, von denen Ihre Anwendung abhängt, wie Anmeldeinformationen, SQL-Agent-Aufträge und -Operatoren sowie Trigger auf Serverebene.

SQL Managed Instance ist ein verwalteter Dienst, der es Ihnen ermöglicht, einige der regulären DBA-Aktivitäten während deren Integration an die Plattform zu delegieren. Daher müssen einige Daten auf Instanzebene nicht migriert werden, z. B. Wartungsaufträge für regelmäßige Sicherungen oder Always On-Konfigurationen, da Hochverfügbarkeit integriert ist.

In diesem Artikel werden zwei der empfohlenen Migrationsoptionen behandelt:

  • Azure SQL-Migrationserweiterung für Azure Data Studio: Migration nahezu ohne Ausfallzeit.
  • Native RESTORE DATABASE FROM URL: nutzt native Sicherungen von SQL Server und ist mit einer gewissen Ausfallzeit verbunden

In diesem Leitfaden werden die beiden beliebtesten Optionen behandelt: Azure Database Migration Service (DMS) und native Sicherung und Wiederherstellung.

Weitere Migrationstools finden Sie unter Vergleichen von Migrationsoptionen.

Migrieren von Datenbanken mit der Azure SQL-Migrationserweiterung für Azure Data Studio (minimale Ausfallzeit)

Um eine Migration mit minimaler Ausfallzeit unter Verwendung von Azure Data Studio durchzuführen, befolgen Sie die folgenden allgemeinen Schritte. Ein ausführliches Schritt-für-Schritt-Tutorial finden Sie unter Migrieren von SQL Server zu Azure SQL Managed Instance online mithilfe von Azure Data Studio.

  1. Laden Sie Azure Data Studio und die Azure SQL-Migrationserweiterung herunter, und installieren Sie diese Komponenten.
  2. Starten Sie den Assistenten zum Migrieren zu Azure SQL in der Erweiterung in Azure Data Studio.
  3. Wählen Sie Datenbanken für die Bewertung aus, und zeigen Sie die Migrationsbereitschaft oder Probleme (falls vorhanden) an. Erfassen Sie außerdem Leistungsdaten, und erhalten Sie Azure-Empfehlungen für die richtige Größe.
  4. Wählen Sie Ihr Azure-Konto und Ihre Azure SQL Managed Instance-Zielinstanz aus Ihrem Abonnement aus.
  5. Wählen Sie den Speicherort Ihrer Datenbanksicherungen aus. Ihre Datenbanksicherungen können sich entweder in einer lokalen Netzwerkfreigabe oder in einem Azure Blob Storage-Container befinden.
  6. Erstellen Sie eine neue Azure Database Migration Service-Instanz mithilfe des Assistenten in Azure Data Studio. Wenn Sie zuvor eine Azure Database Migration Service-Instanz mit Azure Data Studio erstellt haben, können Sie diese wiederverwenden, wenn gewünscht.
  7. Optional: Wenn sich Ihre Sicherungen in einer lokalen Netzwerkfreigabe befinden, laden Sie die selbstgehostete Integration Runtime auf einen Computer herunter, der eine Verbindung mit der SQL Server-Quellinstanz und dem Speicherort mit den Sicherungsdateien herstellen kann.
  8. Starten Sie die Datenbankmigration, und überwachen Sie den Fortschritt in Azure Data Studio. Sie können den Fortschritt auch unter der Azure Database Migration Service-Ressource im Azure-Portal überwachen.
  9. Schließen Sie die Übernahme ab.
    1. Beenden Sie alle eingehenden Transaktionen in der Quelldatenbank.
    2. Nehmen Sie Änderungen an der Anwendungskonfiguration vor, um auf die Zieldatenbank in Azure SQL Managed Instance zu verweisen.
    3. Nehmen Sie ggf. Sicherungen des Protokollfragments für die Quelldatenbank am angegebenen Sicherungsspeicherort vor.
    4. Stellen Sie sicher, dass alle Datenbanksicherungen auf der Seite mit den Überwachungsdetails den Status Wiederhergestellt aufweisen.
    5. Wählen Sie auf der Seite mit den Überwachungsdetails die Option „Übernahme abschließen“ aus.

Sichern und Wiederherstellen

Eine der wichtigsten Funktionen von Azure SQL Managed Instance für eine schnelle und einfache Datenbankmigration besteht in der nativen Wiederherstellung von Datenbanksicherungsdateien (.bak), die in Azure Storage gespeichert sind. Das Sichern und Wiederherstellen sind asynchrone Vorgänge basierend auf der Größe Ihrer Datenbank.

Das folgende Diagramm bietet einen allgemeinen Überblick über den Prozess:

Im Diagramm weist ein Pfeil mit der Beschriftung „SICHERN/zu URL hochladen“ zu Azure Storage. Ein weiterer Pfeil mit der Beschriftung „RESTORE FROM URL“ weist von Azure Storage zu einer SQL Managed Instance.

Hinweis

Je nach Größe der Datenbank dauert es unterschiedlich lange, die Sicherung in Azure Storage hochzuladen und einen nativen Wiederherstellungsvorgang zu Azure SQL Managed Instance durchzuführen. Bei großen Datenbanken müssen Sie eine ausreichende Downtime einberechnen, um den Vorgang abzuschließen.

In der folgenden Tabelle finden Sie weitere Informationen über die Methoden, die Sie je nach Version der ausgeführten SQL Server-Quellinstanz verwenden können:

Schritt SQL-Engine und -Version Sicherungs- und Wiederherstellungsmethode
Sicherung auf Azure Storage legen Vor 2012 SP1 CU2 Direkter Upload der BAK-Datei in Azure Storage
2012 SP1 CU2 – 2016 Direkte Sicherung mit veralteter WITH CREDENTIAL-Syntax
Ab 2016 Direkte Sicherung mit WITH SAS CREDENTIAL
Wiederherstellung aus Azure Storage in eine verwaltete Instanz RESTORE FROM URL mit SAS CREDENTIAL

Wichtig

  • Beim Migrieren einer Datenbank, die durch Transparent Data Encryption geschützt ist, zu einer verwalteten Instanz mithilfe der nativen Wiederherstellungsoption muss das entsprechende Zertifikat von der lokalen oder der Azure VM-SQL Server-Instanz vor der Wiederherstellung der Datenbank migriert werden. Eine ausführliche Anleitung finden Sie unter Migrieren des Zertifikats einer durch TDE geschützten Datenbank zu einer verwalteten Azure SQL-Instanz.
  • Das Wiederherstellen von Systemdatenbanken wird nicht unterstützt. Um (in master- oder msdb-Datenbanken gespeicherte) Objekte auf Instanzebene zu migrieren, wird empfohlen, für diese T-SQL-Skripts zu erstellen und in der Zielinstanz auszuführen.

Befolgen Sie diese Schritte, um die Migration mit dem Sicherungs- und Wiederherstellungsansatz durchzuführen:

  1. Sichern Sie Ihre Datenbank in Azure Blob Storage. Verwenden Sie beispielsweise die Option Backup to URL (Sicherung über URL) in SQL Server Management Studio. Verwenden Sie das entsprechende Microsoft Azure-Tool, wenn Datenbanken unterstützt werden müssen, die älter als SQL Server 2012 SP1 CU2 sind.

  2. Stellen Sie über SQL Server Management Studio eine Verbindung mit Ihrer Azure SQL Managed Instance-Instanz her.

  3. Erstellen Sie mithilfe einer SAS (Shared Access Signature) die Anmeldeinformationen für den Zugriff auf das Azure Blob Storage-Konto, das Ihre Datenbanksicherungen enthält. Zum Beispiel:

    CREATE CREDENTIAL [https://mitutorials.blob.core.windows.net/databases]
    WITH IDENTITY = 'SHARED ACCESS SIGNATURE'
    , SECRET = 'sv=2017-11-09&ss=bfqt&srt=sco&sp=rwdlacup&se=2028-09-06T02:52:55Z&st=2018-09-04T18:52:55Z&spr=https&sig=WOTiM%2FS4GVF%2FEEs9DGQR9Im0W%2BwndxW2CQ7%2B5fHd7Is%3D'
    
  4. Stellen Sie die Sicherung aus dem Azure Blob Storage-Container wieder her. Zum Beispiel:

    RESTORE DATABASE [TargetDatabaseName] FROM URL =
      'https://mitutorials.blob.core.windows.net/databases/WideWorldImporters-Standard.bak'
    
  5. Rufen Sie die Datenbank nach Abschluss der Wiederherstellung im Objekt-Explorer in SQL Server Management Studio auf.

Weitere Informationen zu dieser Migrationsoption finden Sie unter Schnellstart: Wiederherstellen einer Datenbank in Azure SQL Managed Instance mit SSMS.

Hinweis

Der Vorgang der Datenbankwiederherstellung ist asynchron und kann wiederholt werden. Möglicherweise erhalten Sie eine Fehlermeldung in SQL Server Management Studio, falls die Verbindung unterbrochen oder ein Timeout überschritten wird. Azure SQL-Datenbank versucht weiterhin, die Datenbank im Hintergrund wiederherzustellen, und Sie können den Wiederherstellungsfortschritt mithilfe der Ansichten sys.dm_exec_requests und sys.dm_operation_status verfolgen.

Datensynchronisierung und Übernahme

Wenn Migrationsoptionen angewendet werden, die Datenänderungen kontinuierlich von der Quelle zum Ziel replizieren und/oder synchronisieren, werden die Quelldaten und das Quellschema ggf. geändert und weichen vom Ziel ab. Sorgen Sie während der Datensynchronisierung dafür, dass alle Änderungen an der Quelle erfasst und während des Migrationsprozesses auf das Ziel angewendet werden.

Nachdem Sie sich vergewissert haben, dass die Daten in der Quelle und im Ziel identisch sind, können Sie die Übernahme von der Quell- zur Zielumgebung durchführen. Sie sollten den Übernahmeprozess mit den Geschäfts- und Anwendungsteams planen, um Unterbrechungen so geringfügig wie möglich zu halten und die Geschäftskontinuität nicht zu beeinträchtigen.

Wichtig

Weitere Informationen zu den Schritten für eine Übernahmemigration mithilfe von DMS finden Sie unter Durchführen der Migrationsübernahme.

Nach der Migration

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Migrationsphase sind einige weitere Schritte erforderlich, um sicherzustellen, dass alles so reibungslos und effizient wie möglich funktioniert.

Die Phase nach der Migration ist entscheidend für den Abgleich von Problemen mit der Datengenauigkeit und der Überprüfung der Vollständigkeit sowie das Beheben von Leistungsproblemen mit der Workload.

Überwachen und Korrigieren von Anwendungen

Nachdem Sie die Migration zu einer verwalteten Instanz abgeschlossen haben, sollten Sie das Anwendungsverhalten und die Anwendungsleistung Ihrer Workload nachverfolgen. Dieser Prozess umfasst die folgenden Aktivitäten:

Durchführen von Tests

Das Testvorgehen für die Datenbankmigration umfasst die folgenden Aktivitäten:

  1. Entwickeln von Validierungstests: Für das Testen der Datenbankmigration müssen Sie SQL-Abfragen verwenden. Sie müssen die Validierungsabfragen erstellen, die für die Quell- und die Zieldatenbank ausgeführt werden sollen. Ihre Validierungsabfragen sollten den von Ihnen definierten Bereich abdecken.
  2. Einrichten der Testumgebung: Die Testumgebung sollte eine Kopie der Quelldatenbank und der Zieldatenbank enthalten. Stellen Sie sicher, dass Sie die Testumgebung isolieren.
  3. Ausführen der Validierungstests: Führen Sie die Validierungstests für die Quelle und das Ziel aus, und analysieren Sie anschließend die Ergebnisse.
  4. Ausführen von Leistungstests: Führen Sie Leistungstests für die Quelle und das Ziel aus, und analysieren und vergleichen Sie anschließend die Ergebnisse.

Verwenden erweiterter Funktionen

Sie können die erweiterten cloudbasierten Features von SQL Managed Instance nutzen, z. B. die integrierte Hochverfügbarkeit, die Bedrohungserkennung und die Überwachung und Optimierung Ihrer Workload.

Die Azure SQL-Analyse bietet eine zentralisierte Überwachung für große Mengen verwalteter Instanzen.

Einige SQL Server-Features sind nur verfügbar, wenn der Datenbank-Kompatibilitätsgrad in den neuesten Kompatibilitätsgrad (150) geändert wurde.

Nächste Schritte