Hinzufügen, Zuweisen und Überwachen einer Win32-App in Microsoft Intune

Nachdem Sie mit dem Microsoft Win32 Content Prep Tool die Win32-App für den Upload in Intune vorbereitet haben, können Sie die App zu Intune hinzufügen. Weitere Informationen zum Vorbereiten einer Win32-App auf den Upload finden Sie unter Vorbereiten des Inhalts der Win32-App für den Upload.

Voraussetzungen

Stellen Sie sicher, dass die folgenden Kriterien erfüllt sind, wenn Sie die Win32-App-Verwaltung verwenden wollen:

  • Verwenden Sie Windows 10 Version 1607 oder höher (Enterprise-, Pro- und Education-Editionen).
  • Geräte müssen in Azure Active Directory (Azure AD) eingebunden bzw. bei Azure AD registriert und automatisch registriert sein. Die Intune-Verwaltungserweiterung unterstützt Geräte, die in Azure AD eingebunden, in Azure AD registriert, hybrid in die Domäne eingebunden oder gruppenrichtlinien registriert sind.

    Hinweis

    Im Szenario der Registrierung per Gruppenrichtlinie verwenden Endbenutzer das lokale Benutzerkonto zum Einbinden ihrer Windows 10-Geräte in Azure AD. Benutzer müssen sich mit ihrem Azure AD-Benutzerkonto beim Gerät anmelden und sich bei Intune registrieren. Intune installiert die Intune-Verwaltungserweiterung auf dem Gerät, wenn ein PowerShell-Skript oder eine Win32-App auf einen Benutzer oder ein Gerät ausgerichtet sind.

  • Die Größe der Windows-Anwendung ist auf 8 GB pro App begrenzt.

Sie können eine Win32-App ähnlich wie eine standardmäßige branchenspezifische App (Line-of-Business, LOB) zu Microsoft Intune hinzufügen. Diese Art von App wird typischerweise intern oder von einem Drittanbieter geschrieben.

Prozessflow für das Hinzufügen einer Win32-App zu Intune

Flussdiagramm des Prozesses zum Hinzufügen einer Win32-App zu Intune.

Hinzufügen einer Win32-App zu Intune

Die folgenden Schritte helfen Ihnen beim Hinzufügen einer Windows-App zu Intune:

  1. Melden Sie sich beim Microsoft Endpoint Manager Admin Center an.

  2. Wählen Sie Apps>Alle Apps>Hinzufügen aus.

  3. Wählen Sie im Bereich App-Typ auswählen unter den App-Typen Sonstige die Option Windows-App (Win32) aus.

    Wichtig

    Stellen Sie sicher, dass Sie die neueste Version des Microsoft Win32-Inhaltsvorbereitungstools verwenden. Wenn Sie nicht die neueste Version verwenden, werden Sie in einer Warnung darauf hingewiesen, dass die App mit einer älteren Version des Tools gepackt wurde.

  4. Klicken Sie auf Auswählen. Die Schritte App hinzufügen werden angezeigt.

Schritt 1: App-Informationen

Auswählen der App-Paketdatei

  1. Klicken Sie im Bereich App hinzufügen auf App-Paketdatei auswählen.
  2. Klicken Sie im Bereich App-Paketdatei auf die Schaltfläche zum Durchsuchen. Wählen Sie dann eine Windows-Installationsdatei mit der Erweiterung .intunewin aus. Die App-Informationen werden angezeigt.
  3. Wenn Sie fertig sind, wählen Sie im Bereich App-Paketdatei die Option OK aus.

Festlegen von App-Informationen

Fügen Sie auf der Seite App-Informationen die Details zu Ihrer App hinzu. Je nach ausgewählter App wurden einige der Werte auf dieser Seite möglicherweise automatisch ausgefüllt.

  • Name: Geben Sie den Namen der App ein, wie er im Unternehmensportal angezeigt wird. Stellen Sie sicher, dass alle App-Namen eindeutig sind. Wenn ein App-Name zweimal vergeben wird, wird im Unternehmensportal nur eine der Apps angezeigt.
  • Beschreibung: Geben Sie eine Beschreibung für die App ein. Die Beschreibung wird im Unternehmensportal angezeigt.
  • Herausgeber: Geben Sie den Namen des Herausgebers der App ein.
  • Kategorie: Wählen Sie eine der integrierten oder von Ihnen erstellten App-Kategorien aus. Kategorien erleichtern es Benutzern, die App über das Unternehmensportal zu finden.
  • Diese App als ausgewählte App im Unternehmensportal anzeigen: Zeigen Sie die App auf der Hauptseite des Unternehmensportals hervorgehoben an, wenn Benutzer nach Apps suchen.
  • Informations-URL: Geben Sie optional eine URL zu einer Website ein, die Informationen über diese App enthält. Die URL wird im Unternehmensportal angezeigt.
  • URL zu den Datenschutzbestimmungen: Geben Sie optional eine URL zu einer Website ein, die Datenschutzinformationen für diese App enthält. Die URL wird im Unternehmensportal angezeigt.
  • Entwickler: Geben Sie optional den Namen des App-Entwicklers ein.
  • Besitzer: Geben Sie optional einen Namen für den Besitzer dieser App ein. Ein Beispiel ist Personalabteilung.
  • Anmerkungen: Geben Sie optional Anmerkungen zu dieser App ein.
  • Logo: Laden Sie ein der App zugeordnetes Symbol hoch. Dieses Symbol wird mit der App angezeigt, wenn Benutzer das Unternehmensportal durchsuchen.

Klicken Sie auf Weiter, um die Seite Programm anzuzeigen.

Schritt 2: Programm

Konfigurieren Sie auf der Seite Programm die Befehle zur Installation und Entfernung der App:

  • Installationsbefehl: Fügen Sie die komplette Befehlszeile für die Installation hinzu, um die App zu installieren.

    Wenn der Dateiname Ihrer App z. B. MyApp123 lautet, fügen Sie Folgendes hinzu:

    msiexec /p "MyApp123.msp"

    Wenn die Anwendung ApplicationName.exe lautet, besteht der Befehl aus dem Anwendungsnamen gefolgt von den Befehlsargumenten (Optionen), die vom Paket unterstützt werden. Beispiel:

    ApplicationName.exe /quiet

    Im obigen Befehl unterstützt das Paket ApplicationName.exe das Befehlsargument /quiet.

    Um die genauen Argumente zu erfahren, die vom Anwendungspaket unterstützt werden, wenden Sie sich an den Anbieter der Anwendung.

    Wichtig

    Administrator sollten die Befehlstools immer mit Bedacht verwenden. Über die Felder Installationsbefehl und Deinstallationsbefehl könnten unerwartete oder schädliche Befehle übergeben werden.

  • Deinstallationsbefehl: Fügen Sie die vollständige Befehlszeile zum Deinstallieren hinzu, um die App basierend auf der GUID der App zu deinstallieren.

    Beispiel:

    msiexec /x "{12345A67-89B0-1234-5678-000001000000}"

  • Installationsverhalten: Legen Sie das Installationsverhalten entweder auf System oder Benutzer fest.

    Hinweis

    Sie können eine Win32-App für die Installation im Benutzerkontext oder Systemkontext konfigurieren. Der Benutzerkontext bezieht nur auf einen bestimmten Benutzer. Der Systemkontext bezieht sich auf alle Benutzer eines Windows 10-Geräts.

    Wenn ein Gerät durch die Registrierung bei Azure AD registriert wird, wählen Sie System aus.

    Damit Win32-Apps installiert werden können, müssen Benutzer nicht beim Gerät angemeldet sein.

    Die Installation und Deinstallation einer Win32-App wird standardmäßig mit Administratorberechtigungen ausgeführt, wenn die App zur Installation im Benutzerkontext festgelegt ist und der Gerätebenutzer über Administratorrechte verfügt.

  • Verhalten beim Geräteneustart: Wählen Sie eine der folgenden Optionen aus:

    • Bestimmen des Verhaltens basierend auf Rückgabecodes: Wählen Sie diese Option aus, um das Gerät basierend auf den Rückgabecodes neu zu starten. Diese Option bedeutet, dass das Gerät basierend auf dem konfigurierten Rückgabecode neu gestartet wird. Bei dieser Konfiguration löst ein Rückgabecode für einen harten Neustart sofort einen Neustart des Geräts aus, und ein Rückgabecode für einen vorläufigen Neustart benachrichtigt den Benutzer, dass ein Neustart erforderlich ist, um die Installation abzuschließen.
    • Keine bestimmte Aktion: Wählen Sie diese Option aus, um Geräteneustarts während der App-Installation von MSI-basierten Apps zu unterdrücken.
    • Bei der App-Installation kann ein Geräteneustart erzwungen werden: Wählen Sie diese Option, damit die App-Installation abgeschlossen werden kann, ohne Neustarts zu unterdrücken. Diese Option bedeutet, dass die Win32-App-Installation abgeschlossen werden darf, ohne Neustarts zu unterdrücken. Bei dieser Konfiguration benachrichtigt ein Rückgabecode für einen harten Neustart den Benutzer, dass in 120 Minuten ein Neustart des Geräts ausgelöst wird, und ein Rückgabecode für einen vorläufigen Neustart benachrichtigt den Benutzer, dass ein Neustart erforderlich ist, um die Installation abzuschließen.
    • Intune erzwingt einen obligatorischen Geräteneustart: Wählen Sie diese Option aus, um das Gerät nach einer erfolgreichen App-Installation immer neu zu starten.
  • Geben Sie Rückgabecodes an, um das Verhalten nach der Installation anzugeben: Fügen Sie die Rückgabecodes hinzu, die verwendet werden, um entweder das Wiederholungsverhalten der App oder das Verhalten nach der Installation anzugeben. Rückgabecodeeinträge werden standardmäßig bei der Erstellung der App hinzugefügt. Sie können jedoch weitere Rückgabecodes hinzufügen oder bestehende Rückgabecodes ändern.

    1. Legen Sie in der Spalte Codetyp für den Codetyp einen der folgenden Wert fest:
      • Fehlerhaft: Der Rückgabewert, der auf einen Installationsfehler der App hinweist.
      • Harter Neustart: Der Rückgabecode für den harten Neustart gestattet es nicht, dass die nächste Win32-App ohne Neustart auf dem Client installiert wird.
      • Softneustart: Der Rückgabecode „Softneustart“ ermöglicht es, die nächste Win32-App zu installieren, ohne dass ein Neustart des Clients erforderlich ist. Ein Neustart ist erforderlich, um die Installation der aktuellen Anwendung abzuschließen.
      • Wiederholen: Der Rückgabecode-Agent versucht dreimal, die App zu installieren. Zwischen den einzelnen Versuchen wird fünf Minuten gewartet.
      • Erfolg: Der Rückgabewert, der angibt, dass die App erfolgreich installiert wurde.
    2. Klicken Sie ggf. auf Hinzufügen, um weitere Rückgabecodes hinzuzufügen, oder ändern Sie bestehende Rückgabecodes.

Klicken Sie auf Weiter, um die Seite Anforderungen anzuzeigen.

Schritt 3: Anforderungen

Geben Sie auf der Seite Anforderungen die Anforderungen an, die Geräte vor der App-Installation erfüllen müssen:

  • Betriebssystemarchitektur: Wählen Sie die Architekturen aus, die für die Installation der App erforderlich sind.
  • Mindestversion des Betriebssystems: Wählen Sie die für die Installation der App erforderliche Mindestversion des Betriebssystems aus.
  • Erforderlicher Speicherplatz (MB): Optional können Sie den freien Speicherplatz hinzufügen, der auf dem Systemlaufwerk erforderlich ist, um die App zu installieren.
  • Erforderlicher physischer Arbeitsspeicher (MB): Optional können Sie den für die Installation der App erforderlichen physischen Arbeitsspeicher (RAM) hinzufügen.
  • Mindestanzahl der erforderlichen logischen Prozessoren: Optional können Sie die Mindestanzahl der logischen Prozessoren hinzufügen, die für die Installation der App erforderlich ist.
  • Erforderliche CPU-Mindestgeschwindigkeit (MHz): Optional können Sie die CPU-Mindestgeschwindigkeit hinzufügen, die für die Installation der App erforderlich ist.
  • Konfigurieren Sie zusätzliche Anforderungsregeln:
    1. Wählen Sie Hinzufügen aus, um den Bereich Anforderungsregel hinzufügen anzuzeigen und weitere Anforderungsregeln zu konfigurieren. Wählen Sie den Anforderungstyp aus, um die Art der Regel auszuwählen, mit der Sie bestimmen, auf welche Weise eine Anforderung überprüft wird. Anforderungsregeln können auf Dateisysteminformationen, Registrierungswerten oder PowerShell-Skripts basieren.
      • Datei: Wenn Sie Datei als Anforderungstyp auswählen, muss die Anforderungsregel eine Datei oder einen Ordner, ein Datum, eine Version oder eine Größe erkennen.
        • Pfad: Geben Sie den vollständigen Pfad des Ordners ein, der die Datei oder den Order für die Erkennung enthält.
        • Datei oder Ordner: Die zu erkennende Datei oder der zu erkennende Ordner.
        • Eigenschaft: Wählen Sie die Art der Regel aus, mit der das Vorhandensein der App überprüft wird.
        • Einer 32-Bit-App auf 64-Bit-Clients zugeordnet: Wählen Sie Ja aus, um alle Pfadumgebungsvariablen im 32-Bit-Kontext auf 64-Bit-Clients zu erweitern. Wählen Sie Nein (Standard) aus, um Pfadvariablen im 64-Bit-Kontext auf 64-Bit-Clients zu erweitern. 32-Bit-Clients verwenden immer den 32-Bit-Kontext.
      • Registrierung: Wenn Sie Registrierung als Anforderungstyp auswählen, muss die Anforderungsregel eine auf Wert, Zeichenfolge, Ganzzahl oder Version basierende Registrierungseinstellung erkennen.
        • Schlüsselpfad: Der vollständige Pfad des Registrierungseintrags, der den zu erkennenden Wert enthält.
        • Wertname: Gibt den Namen des Registrierungswerts an. Wenn dieser Wert leer ist, erfolgt die Erkennung über den Schlüssel. Der (Standard-) Wert eines Schlüssels wird als Erkennungswert verwendet, wenn die Erkennungsmethode eine andere ist als das Vorhandensein von Dateien oder Ordnern.
        • Registrierungsschlüsselanforderung: Wählen Sie den Typ des Registrierungsschlüsselvergleichs aus, mit dem bestimmt wird, wie die Anforderungsregel überprüft wird.
        • Einer 32-Bit-App auf 64-Bit-Clients zugeordnet: Wählen Sie Ja aus, um die 32-Bit-Registrierung auf 64-Bit-Clients zu durchsuchen. Wählen Sie Nein (Standard) aus, um die 64-Bit-Registrierung auf 64-Bit-Clients zu durchsuchen. 32-Bit-Clients durchsuchen immer die 32-Bit-Registrierung.
      • Skript: Wählen Sie Skript als Anforderungstyp aus, wenn Sie keine Anforderungsregel erstellen können, die auf einer Datei, einer Registrierung oder einer anderen in der Intune-Konsole verfügbaren Methode basiert.
        • Skriptdatei: Bei einer auf einem PowerShell-Skript basierenden Regel können Sie das Standardausgabemodell (STDOUT) genauer erkennen, wenn der vorhandene Code 0 lautet. Sie können z. B. STDOUT als einen Integer erkennen, der einen Wert 1 aufweist.
        • Skript auf 64-Bit-Clients als 32-Bit-Prozess ausführen: Wählen Sie Ja aus, um das Skript in einem 32-Bit-Prozess auf 64-Bit-Clients auszuführen. Wählen Sie Nein (Standardeinstellung) aus, um das Skript in einem 64-Bit-Prozess auf 64-Bit-Clients auszuführen. Auf 32-Bit-Clients wird das Skript in einem 32-Bit-Prozess ausgeführt.
        • Führen Sie dieses Skript mit den angemeldeten Anmeldeinformationen aus: Wählen Sie Ja aus, um das Skript mithilfe der Anmeldeinformationen des angemeldeten Geräts auszuführen.
        • Skriptsignaturprüfung erzwingen: Wählen Sie Ja aus, um sicherzustellen, dass ein vertrauenswürdiger Herausgeber das Skript signiert hat, sodass das Skript ohne Warnungen oder Aufforderungen ausgeführt werden kann. Das Skript wird ohne Blockierung ausgeführt. Wählen Sie Nein (Standard) aus, um das Skript mit Benutzerbestätigung ohne Signaturüberprüfung auszuführen.
        • Ausgabedatentyp auswählen: Wählen Sie den Datentyp aus, der zum Ermitteln einer Anforderungsregelüberstimmung verwendet wird.
    2. Wenn Sie die Anforderungsregeln festgelegt haben, wählen Sie OK aus.

Klicken Sie auf Weiter, um die Seite Erkennungsregeln anzuzeigen.

Schritt 4: Erkennungsregeln

Konfigurieren Sie im Bereich Erkennungsregeln die Regeln, mit denen erkannt wird, ob die App vorhanden ist. Sie können mehrere Regeln hinzufügen:

  • Regelformat: Wählen Sie aus, wie das Vorhandensein der App erkannt werden soll. Sie können auswählen, ob Sie die Erkennungsregeln manuell konfigurieren oder ein benutzerdefiniertes Skript verwenden möchten, um das Vorhandensein der App zu erkennen. Sie müssen mindestens eine Erkennungsregel auswählen.

    Hinweis

    Die Bedingungen für alle Regeln müssen erfüllt sein, um die App zu erkennen.

    Wenn Intune erkennt, dass die App auf dem Gerät nicht vorhanden ist, bietet es die App nach ca. 24 Stunden erneut an. Dies gilt nur für Apps mit der erforderlichen Absicht.

  • Manuelles Konfigurieren von Erkennungsregeln: Sie können einen der folgenden Regeltypen auswählen:

    • MSI: Überprüfung auf der Grundlage der MSI-Versionsprüfung. Diese Option kann nur einmal hinzugefügt werden. Wenn Sie diesen Regeltyp auswählen, gibt es zwei Einstellungen:

      • MSI-Produktcode: Fügen Sie einen gültigen MSI-Produktcode für die App hinzu.
      • MSI-Produktversionsprüfung: Wählen Sie Ja aus, um die MSI-Produktversion zusätzlich zum MSI-Produktcode zu überprüfen.
    • Datei: Überprüfen Sie anhand von Datei- oder Ordnererkennung, Datum, Version oder Größe.

      • Pfad: Geben Sie den vollständigen Pfad des Ordners ein, der die Datei oder den Order für die Erkennung enthält. Dies sollte keine Sonderzeichen wie , oder " enthalten.
      • Datei oder Ordner: Geben Sie die zu erkennende Datei oder den zu erkennenden Ordner ein.
      • Erkennungsmethode: Wählen Sie die Art der Erkennungsmethode aus, mit der das Vorhandensein der App überprüft wird.
      • Einer 32-Bit-App auf 64-Bit-Clients zugeordnet: Wählen Sie Ja aus, um alle Pfadumgebungsvariablen im 32-Bit-Kontext auf 64-Bit-Clients zu erweitern. Wählen Sie Nein (Standard) aus, um Pfadvariablen im 64-Bit-Kontext auf 64-Bit-Clients zu erweitern. 32-Bit-Clients verwenden immer den 32-Bit-Kontext.

      Beispiele für dateibasierte Erkennung

      Überprüfen Sie, ob die Datei vorhanden ist.

      Screenshot des Bereichs mit Erkennungsregeln – Vorhandensein einer Datei

      Überprüfen Sie, ob der Ordner vorhanden ist.

      Screenshot des Bereichs mit Erkennungsregeln – Vorhandensein eines Ordners

    • Registrierung: Überprüfen Sie anhand von Wert, Zeichenfolge, Ganzzahl oder Version.

      • Schlüsselpfad: Der vollständige Pfad des Registrierungseintrags, der den zu erkennenden Wert enthält. Eine gültige Syntax ist HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\WinRAR or HKLM\Software\WinRAR.
      • Wertname: Gibt den Namen des Registrierungswerts an. Wenn dieser Wert leer ist, erfolgt die Erkennung über den Schlüssel. Der (Standard-) Wert eines Schlüssels wird als Erkennungswert verwendet, wenn die Erkennungsmethode eine andere ist als das Vorhandensein von Dateien oder Ordnern.
      • Erkennungsmethode: Wählen Sie die Art der Erkennungsmethode aus, mit der das Vorhandensein der App überprüft wird.
      • Einer 32-Bit-App auf 64-Bit-Clients zugeordnet: Wählen Sie Ja aus, um die 32-Bit-Registrierung auf 64-Bit-Clients zu durchsuchen. Wählen Sie Nein (Standard) aus, um die 64-Bit-Registrierung auf 64-Bit-Clients zu durchsuchen. 32-Bit-Clients durchsuchen immer die 32-Bit-Registrierung.

      Beispiele für registrierungsbasierte Erkennung

      Überprüfen Sie, ob der Registrierungsschlüssel vorhanden ist.

      Screenshot des Erkennungsregelbereichs – Registrierungsschlüssel ist vorhanden

      Überprüfen Sie, ob der Registrierungswert vorhanden ist.

      Screenshot des Erkennungsregelbereichs – Registrierungswert ist vorhanden

      Überprüfen Sie, ob die Zeichenfolge für den Registrierungswert identisch ist.

      Screenshot des Erkennungsregelbereichs – Zeichenfolge für Registrierungswert ist identisch

  • Benutzerdefiniertes Erkennungsskript verwenden: Geben Sie das PowerShell-Skript an, das zum Erkennen dieser App verwendet werden soll.

    • Skriptdatei: Wählen Sie ein PowerShell-Skript aus, das das Vorhandensein der App auf dem Client erkennt. Die App wird erkannt, wenn das Skript sowohl den Wert 0 für den Exitcode zurückgibt als auch einen Zeichenfolgenwert an STDOUT ausgibt.

    • Skript auf 64-Bit-Clients als 32-Bit-Prozess ausführen: Wählen Sie Ja aus, um das Skript in einem 32-Bit-Prozess auf 64-Bit-Clients auszuführen. Wählen Sie Nein (Standardeinstellung) aus, um das Skript in einem 64-Bit-Prozess auf 64-Bit-Clients auszuführen. Auf 32-Bit-Clients wird das Skript in einem 32-Bit-Prozess ausgeführt.

    • Skriptsignaturprüfung erzwingen: Wählen Sie Ja aus, um sicherzustellen, dass ein vertrauenswürdiger Herausgeber das Skript signiert hat, sodass das Skript ohne Warnungen oder Aufforderungen ausgeführt werden kann. Das Skript wird ohne Blockierung ausgeführt. Wählen Sie Nein (Standard) aus, um das Skript ohne Signaturüberprüfung auszuführen.

    Der Intune-Agent überprüft die Ergebnisse des Skripts. Er liest die vom Skript in den Standardausgabestream (STDOUT), den Standardfehlerstream (STDERR) und den Exitcode geschriebenen Werte. Wenn das Skript mit einem Wert ungleich 0 (Null) beendet wird, schlägt das Skript fehl und der Erkennungszustand der Anwendung ist „nicht installiert“. Wenn der Exitcode gleich null ist und in STDOUT Daten enthalten sind, ist der Erkennungszustand der Anwendung„Installiert“.

    Hinweis

    Es wird empfohlen, Ihr Skript in UTF-8 zu codieren. Wenn das Skript mit dem Wert 0 beendet wird, war die Skriptausführung erfolgreich. Der zweite Ausgabekanal weist darauf hin, dass die App erkannt wurde. STDOUT-Daten geben an, dass die App auf dem Clientgerät gefunden wurde. In STDOUT wird nicht nach einer bestimmten Zeichenfolge gesucht.

Die Version Ihrer Win32-App wird im Microsoft Endpoint Manager Admin Center angezeigt. Die App-Version wird in der Liste Alle Apps angegeben, die Sie nach Win32-Apps filtern und in der Sie die optionale Spalte Version auswählen können. Wählen Sie im Microsoft Endpoint Manager Admin CenterApps>Alle Apps>Spalten>Version aus, um die App-Version in der Liste der Apps anzuzeigen.

Nachdem Sie Ihre Regel(n) hinzugefügt haben, wählen Sie Weiter aus, um die Seite Abhängigkeiten anzuzeigen.

Schritt 5: Abhängigkeiten

App-Abhängigkeiten sind Anwendungen, die installiert sein müssen, bevor Ihre Win32-App installiert werden kann. Sie können anfordern, dass andere Apps als Abhängigkeiten installiert werden.

Insbesondere müssen die abhängigen Apps auf dem Gerät installiert sein, bevor die Win32-App installiert wird. Es sind maximal 100 Abhängigkeiten möglich. Dazu zählen die Abhängigkeiten aller eingeschlossenen Abhängigkeiten sowie die App selbst.

Sie können Win32-App-Abhängigkeiten erst hinzufügen, nachdem Ihre Win32-App zu Intune hinzugefügt und darin hochgeladen wurde. Nachdem Ihre Win32-App hinzugefügt wurde, sehen Sie die Option Abhängigkeiten im Bereich für Ihre Win32-App.

Jede Win32-App-Abhängigkeit muss auch eine Win32-App sein. Abhängigkeiten von anderen App-Typen, z. B. einzelne branchenspezifische Apps mit MSI oder Microsoft Store-Apps, werden nicht unterstützt.

Zum Hinzufügen einer App-Abhängigkeit können Sie nach dem Namen und dem Herausgeber der App suchen. Darüber hinaus können Sie Ihre hinzugefügten Abhängigkeiten nach Name und Herausgeber der App sortieren. Bereits hinzugefügte App-Abhängigkeiten können in der Liste der hinzugefügten App-Abhängigkeiten nicht ausgewählt werden.

Sie können auswählen, ob jede abhängige App automatisch installiert wird. Standardmäßig ist für die Option Automatisch installieren für jede Abhängigkeit Ja festgelegt. Durch das automatische Installieren einer abhängigen App, selbst wenn diese nicht auf den Benutzer oder das Gerät ausgerichtet ist, installiert Intune die App auf dem Gerät. Dadurch wird das Abhängigkeitskriterium erfüllt, bevor Ihre Win32-App installiert wird.

Hinweis

Der Installationsstatus einer abhängigen App wird innerhalb von Intune angezeigt, wenn die App auf den Benutzer oder das Gerät ausgerichtet ist.

Beachten Sie unbedingt Folgendes: eine Abhängigkeit kann rekursive Unterabhängigkeiten aufweisen, und jede Unterabhängigkeit wird vor der Hauptabhängigkeit installiert. Zudem erfolgt die Installation von Abhängigkeiten nach keiner bestimmten Installationsreihenfolge auf Abhängigkeitsebene.

Zu Intune hinzugefügte Win32-Apps können nicht entfernt werden, während sie sich in einer Abhängigkeitsbeziehung befinden. Diese Apps können nur gelöscht werden, nachdem die Abhängigkeitsbeziehung entfernt wurde. Diese Anforderung wird sowohl auf übergeordnete als auch untergeordnete Apps in einer Abhängigkeitsbeziehung angewendet. Außerdem wird durch diese Anforderung sichergestellt, dass die Abhängigkeiten ordnungsgemäß erzwungen werden und das Abhängigkeitsverhalten berechenbarer ist.

Auswählen der Abhängigkeiten

Wählen Sie auf der Seite Abhängigkeiten die Anwendungen aus, die installiert sein müssen, bevor Ihre Win32-App installiert werden kann:

  1. Klicken Sie auf Hinzufügen, um den Bereich Abhängigkeit hinzufügen anzuzeigen.
  2. Fügen Sie die abhängigen Apps hinzu, und klicken Sie dann auf Auswählen.
  3. Wählen Sie in der Spalte Automatisch installieren die Optionen Ja oder Nein aus, um anzugeben, ob die abhängigen Apps automatisch installiert werden sollen.

Klicken Sie nach der Auswahl der Abhängigkeiten auf Weiter, um die Seite Bereichstags anzuzeigen.

Weitere Informationen zu zusätzlichen Abhängigkeiten

Benutzer werden in Windows-Benachrichtigungen darauf hingewiesen, dass abhängige Apps heruntergeladen und zusammen mit der Win32-App installiert werden.

Abhängigkeitsbeschränkungen

Die folgende Aufzählung bietet zusätzliche Klarheit über Abhängigkeitsbeschränkungen:

  • Wenn eine App 100 Abhängigkeiten hat, hat der App-Graph eine Gesamtgröße von 101 (100 abhängige Apps + 1 übergeordnete App).
  • Wenn eine App 3 Abhängigkeiten hat und eine der abhängigen Apps 2 Abhängigkeiten aufweist, hat der App-Graph eine Gesamtgröße von 6 (1 übergeordnete App + 3 abhängige Apps + 2 abhängige Apps, die von einer anderen abhängigen App stammen).
  • Wenn es sich bei einer App um eine Abhängigkeit für mehrere App-"Graphen" handelt, d. h., dass sich die Abhängigkeit bei einem App-Graphen irgendwo in der Abhängigkeitskette befindet, werden alle Apps aus allen separaten Graphen summiert, um die Abhängigkeitsgröße zu berechnen. Wenn Graph A beispielsweise 23 Apps, Graph B 62 Apps und Graph C 20 Apps und App X als abhängige App an einer beliebigen Stelle in der Abhängigkeitskette in allen 3 Graphen vorhanden ist, beträgt die Gesamtgröße des Graphen 103 (App X wird nur einmal gezählt), was die Beschränkung von 100 überschreitet.

Abhängigkeitsfehler

Wenn eine abhängige App nicht installiert ist, wird den Benutzern außerdem in der Regel eine der folgenden Benachrichtigungen angezeigt:

  • Mindestens eine abhängige App konnte nicht installiert werden.
  • Für mindestens eine abhängige App sind die Anforderungen nicht erfüllt.
  • Für mindestens eine abhängige App steht ein Geräteneustart aus.

Wenn Sie in der Spalte Automatisch installieren keine Abhängigkeit angeben, wird nicht versucht, die Win32-App zu installieren. Darüber hinaus zeigt der App-Bericht an, dass die Abhängigkeit als failed gekennzeichnet wurde, und gibt eine Fehlerursache an. Durch Auswählen eines Fehlers (oder einer Warnung) in den Installationsdetails der Win32-App können Sie den Installationsfehler für die Abhängigkeit anzeigen.

Jede Abhängigkeit folgt der Intune-Wiederholungslogik für Win32-Apps (drei Installationsversuche mit jeweils fünf Minuten Wartezeit dazwischen) und dem globalen Zeitplan für eine erneute Auswertung. Abhängigkeiten sind außerdem nur zum Zeitpunkt der Installation der Win32-App auf dem Gerät anwendbar. Abhängigkeiten gelten nicht, wenn eine Win32-App deinstalliert wird. Zum Löschen einer Abhängigkeit klicken Sie auf die drei Punkte links neben der abhängigen App am Ende der Zeile in der Abhängigkeitsliste.

Schritt 6: Ablösung

Hinweis

Die Win32-App-Ablösung befindet sich in der öffentlichen Vorschauphase.

Wenn Sie eine App ablösen, können Sie angeben, welche aktualisiert oder ersetzt werden soll. Deaktivieren Sie die Option „Vorherige Version deinstallieren“, um eine App zu aktualisieren. Aktivieren Sie die Option „Vorherige Version deinstallieren“, um eine App zu ersetzen. Sie können maximal zehn Apps aktualisieren oder ersetzen, Verweise auf andere Apps eingeschlossen. Nehmen Sie beispielsweise an, dass Ihre App auf eine andere App verweist. Diese andere App verweist auf weitere Apps (und so weiter). So entsteht ein App-Graph. Alle Apps in diesem Graphen zählen für den Maximalwert 10.

So fügen Sie Apps hinzu, die von der aktuellen App abgelöst werden sollen:

  1. Klicken Sie im Schritt Ablösung auf Hinzufügen, um die Apps auszuwählen, die abgelöst werden sollen.

    Hinweis

    In Intune können sich maximal zehn Knoten in einer Ablösungsbeziehung befinden.

  2. Suchen Sie im Bereich Apps hinzufügen die Apps, auf die Sie die Ablösungsbeziehung anwenden möchten, und klicken Sie auf diese. Klicken Sie auf Auswählen, um die Apps zu Ihrer Ablösungsliste hinzuzufügen.

  3. Bearbeiten Sie in der Liste der abgelösten Apps die Option Vorherige Version deinstallieren für jede ausgewählte App, um anzugeben, ob ein Deinstallationsbefehl von Intune an jede ausgewählte App gesendet werden soll. Wenn das Installationsprogramm der aktuellen App die ausgewählte App automatisch aktualisiert, ist es nicht notwendig, einen Deinstallationsbefehl zu senden. Wenn Sie eine ausgewählte App durch eine andere App ersetzen, kann es erforderlich sein, die Option Vorherige Version deinstallieren zu aktivieren, um die ältere App zu entfernen und zu ersetzen.

  4. Klicken Sie auf Weiter, sobald dieser Schritt abgeschlossen ist.

Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen einer Win32-App-Ablösung.

Schritt 7: Zuweisungen

Sie können die Gruppenzuweisungen Erforderlich, Für registrierte Geräte verfügbar oder Deinstallieren für die App auswählen. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen von Gruppen zum Organisieren von Benutzern und Geräten und Zuweisen von Apps zu Gruppen mit Microsoft Intune.

Wichtig

Für ein Szenario, in dem eine Win32-App bereitgestellt und anhand der Benutzerziele zugewiesen wird, schlägt die Installation der App fehl, wenn die Win32-App Geräteadministratorberechtigungen oder jegliche andere Berechtigungen erfordert, über die der Standardbenutzer der Geräts nicht verfügt.

  1. Wählen Sie für die bestimmte App einen Zuweisungstyp aus:
    • Erforderlich: Die App wird auf Geräten in den ausgewählten Gruppen installiert.
    • Für registrierte Geräte verfügbar: Benutzer installieren die App über die Unternehmensportal-App oder -Website.
    • Deinstallieren: Die App wird auf Geräten in den ausgewählten Gruppen deinstalliert.
  2. Klicken Sie auf Gruppe hinzufügen, und weisen Sie die Gruppen zu, die diese App verwenden werden.
  3. Wählen Sie im Bereich Gruppen auswählen die Gruppen aus, die basierend auf Benutzern oder Geräten zugewiesen werden sollen.
  4. Nach dem Auswählen der Gruppen können Sie auch Endbenutzerbenachrichtigungen, Verfügbarkeitund Installationsstichtag festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Festlegen der Verfügbarkeit und Benachrichtigungen von Win32-Apps.
  5. Wenn sich diese App-Zuweisung nicht auf Benutzergruppen auswirken soll, wählen Sie unter der Spalte MODUS die Option Eingeschlossen aus. Ändern Sie im Bereich Zuweisung bearbeiten den Moduswert von Eingeschlossen in Ausgeschlossen. Klicken Sie auf OK, um den Bereich Zuweisung bearbeiten zu schließen.
  6. Wählen Sie im Abschnitt App-Einstellungen die Einstellung Priorität der Übermittlungsoptimierung für die App aus. Mit dieser Einstellung wird festgelegt, wie der App-Inhalt heruntergeladen wird. Sie können den App-Inhalt basierend auf der Zuweisung im Hintergrund oder im Vordergrund herunterladen.

Nachdem Sie die Zuweisungen für die Apps festgelegt haben, klicken Sie auf Weiter, um die Seite Überprüfen und erstellen anzuzeigen.

Schritt 8: Überprüfen und Erstellen

  1. Überprüfen Sie die Werte und Einstellungen, die Sie für die App eingegeben haben. Überprüfen Sie, ob die konfigurierten App-Informationen richtig sind.

  2. Wählen Sie Erstellen aus, um die App zu Intune hinzuzufügen.

    Der Bereich Übersicht für die branchenspezifische App wird angezeigt.

Hiermit haben Sie alle Schritte zum Hinzufügen einer Win32-App zu Intune abgeschlossen. Informationen zur Zuweisung und Überwachung von Apps finden Sie unter Zuweisen von Apps zu Gruppen mit Microsoft Intune und Überwachen von App-Informationen und -Zuweisungen mit Microsoft Intune.

Nächste Schritte